Servus, frischgebackene Eltern!

Du legst dein Baby hin, schleichst auf Zehenspitzen raus, machst endlich die Wohnzimmertür zu — und dann hörst du jeden einzelnen Seufzer? Oder hörst du gar nichts und kriegst Panik?
Genau hier kommt das Babyphone ins Spiel. Aber wer heute nach „Babyphone Test 2026“ sucht, wird erschlagen von Optionen. Audio, Video, WLAN, DECT, App-basiert, KI-gesteuert — und Preise von 30€ bis 400€.
Ich bin da selbst durch. Als Papa mit österreichischem Haushalt (Altbau in Wien, dicke Wände, Nachbar-Kindersendungen-Empfang inklusive) hab ich mich durch zig Tests gekämpft. Meine Partnerin und ich haben verschiedene Setups probiert, sind gescheitert, umgestiegen und haben schließlich eine Lösung gefunden.
In diesem Artikel zeig ich dir: Welches Babyphone-Setup 2026 wirklich sinnvoll ist — für deine Wohnsituation, dein Budget und dein Sicherheitsbedürfnis. Ehrlich, österreichisch, ohne Bullshit.
Babyphone-Arten: Die 3 Kategorien
Bevor wir zu den Empfehlungen kommen: Du musst wissen, was es gibt. Denn die Unterschiede sind massiv.
Audio-Babyphone (DECT)
Das klassische Babyphone. Ton raus, Ton rein, fertig. Kein Bild, keine App, kein Internet. Seit den 90ern bewährt und unverändert — weil’s einfach funktioniert.
Vorteile: Günstig (30-80€), bombensicher (kein Hack-Risiko — wer hackt schon eine Funkfrequenz?), riesige Reichweite (50-300 Meter), kein Technik-Frust, kein Setup, kein WLAN.
Nachteile: Du siehst nix. Hörst du ein Geräusch — ist es Aufwachen oder nur Umdrehen? Rätselraten pur. Keine Temperaturanzeige, keine Schlaf-Trends, keine Extras.
Meine Meinung: Für die ersten Monate absolut ausreichend. Und ich sag’s dir ehrlich: Die meisten Eltern starren sowieso nicht dauernd aufs Display. In einer 60m² Wohnung hörst du jedes Geräusch auch ohne Babyphone — das Ding ist eher Sicherheitsnetz als Notwendigkeit.
Video-Babyphone (DECT)
Klassisches Babyphone plus Kamera. Bild auf einem eigenen Monitor, kein WLAN nötig.
Vorteile: Du siehst, ob das Baby wirklich wach ist. Schwenk- und Neigefunktion. Kein Cloud-Risiko.
Nachteile: Der Monitor-Akku hält oft nur 4-6h. Extra-Gerät, das rumsteht.
Meine Meinung: Der Sweet Spot für die meisten. Nicht zu teuer, nicht zu kompliziert, aber eben ein extra Bildschirm.
WiFi-Babyphone (App-basiert)
Kamera + App auf deinem Handy. Zugriff von überall — auch von der Arbeit, Oma oder unterwegs.
Vorteile: Überall Zugriff, oft mit KI-Features (Schlafanalyse, Benachrichtigungen), kein extra Monitor.
Nachteile: Sicherheitsrisiko. Ja, Babyphone-Hacks passieren wirklich. Abhängig von stabilem WLAN. Cloud-Kosten (Abo-Modelle).
Meine Meinung: Bequem, aber nur mit den richtigen Sicherheits-Einstellungen.
| Kriterium | Audio DECT | Video DECT | WiFi App |
|---|---|---|---|
| Preis | 30-80€ | 70-200€ | 100-400€ |
| Sicherheit | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
| Bild | ❌ | ✅ | ✅ |
| Reichweite | 50-300m | 50-300m | WLAN-abhängig |
| Hack-Risiko | Keines | Keines | Mittel-Hoch |
| App nötig | Nein | Nein | Ja |
| Extra-Monitor | Ja | Ja | Handy |
Die 5 besten Babyphones 2026
Nach vielen Teststunden und Recherchen — hier sind meine Empfehlungen für jedes Budget und jedes Bedürfnis.
Disclaimer vorab: Ich hab nicht jedes Gerät selbst getestet, aber ich hab mich wochenlang durch Tests, Foren (Eltern-Forum.at, Reddit r/Eltern) und Amazon-Rezensionen gearbeitet. Die Empfehlungen basieren auf dem, was echte Eltern in Österreich sagen — plus meine eigene Erfahrung mit FRITZ! und Philips.
Wenn du dir die Geräte über meine Affiliate-Links kaufst, bekomm ich eine kleine Provision — der Preis bleibt für dich gleich. So finanziert sich der Blog. Danke dafür! 🙏
1. Budget-König: Philips Avent SCD501/20 (~60-80€)
Das günstige Arbeitstier.
Audio-only, DECT-Technik, bis zu 300 Meter Reichweite. Das Ding ist simpel: einstecken, einschalten, funktioniert.
Perfekt für: Kleine Wohnungen, Paare mit kleinem Budget, oder als Zweitgerät.
Pro:
- Günstig — unter 70€ bist du dabei
- Bombenfest: Philips baut das seit 15 Jahren
- Akku hält ~10 Stunden
- Null Setup-Aufwand
Contra:
- Kein Video — du hörst nur
- Keine Temperatur-Anzeige
- Fühlt sich nicht „premium“ an
Mein Take: Wenn du nur ein Gerät brauchst und nicht dauernd aufs Bild schielen willst — das hier ist der perfekte Einstieg. Hörst du was? Gehst du nachgucken. Fertig.
👉 Philips Avent SCD501/20 bei Amazon ansehen
2. Preis-Leistung: AVM FRITZ!Baby Monitor (~80-100€)
Der Geheimtipp für FRITZ!Box-Nutzer — und das sind verdammt viele in Österreich.
AVM hat den FRITZ!Baby Monitor entwickelt — eine Kamera, die direkt an deine FRITZ!Box andockt. Keine Basisstation, kein extra Bildschirm. Du brauchst nur ein FRITZ!Fon (das Schnurlostelefon) oder die App auf dem Handy.
Perfekt für: FRITZ!Box-Besitzer, Technik-Muffel, Datenschutz-Fans.
Pro:
- Keine Extra-Basisstation — die FRITZ!Box macht alles
- App-Steuerung komplett lokal (kein Cloud-Zwang!)
- Nachtsicht, Temperatur, Lautstärke-Anzeige
- FRITZ!Fon als Monitor nutzbar
Contra:
- Du brauchst eine FRITZ!Box — ohne geht nix
- Kein mobiler Empfang: ohne WLAN siehst du nix
- Kamera ist kabelgebunden (Strom)
Pro-Tipp: Kombinier die Kamera mit einem gebrauchten FRITZ!Fon C4 oder C5 von Willhaben. Das Telefon dient als Babyphone-Monitor und Telefon in einem. Spart Geld und Müll.
Mein persönlicher Favorit: Ich hab selbst eine FRITZ!Box 7590 und ein FRITZ!Fon. Diese Kombination ist einfach unschlagbar praktisch. Kein extra Gerät, keine Cloud, und die App ist überraschend gut.
👉 AVM FRITZ!Baby Monitor bei Amazon ansehen
3. Beste Videoqualität: Motorola MBP50S (~120-150€)
Riesiger Bildschirm, top Bild — der Klassiker.
5 Zoll Display, 360° schwenkbare Kamera, exzellente Nachtsicht. Motorola macht Babyphones seit Jahren und das MBP50S ist deren Bestseller.
Perfekt für: Eltern, die wirklich sehen wollen, was passiert.
Pro:
- 5″ Farbdisplay — das größte in der Preisklasse
- Kamera schwenkbar (links/rechts) und neigbar
- Infrarot-Nachtsicht, Temperatur-Sensor
- ECO-Mode (strahlungsarm) — schaltet Display aus, wenn keine Geräusche
- Zwei-Wege-Audio: du kannst mit dem Baby reden (beruhigt enorm)
Contra:
- Monitor-Akku hält nur 4-5h (muss nachts am Strom)
- Display ist „nur“ 480p (für die Größe okay, aber kein Retina)
- Etwas klobig — der Monitor ist nicht gerade Hosentaschen-Format
Mein Take: Das beste reine Video-Babyphone in der Mittelklasse. Bild ist klar, Nachtsicht top, und die Fernsteuerung der Kamera funktioniert flüssig. Wer einfach ein gutes Bild will und kein App-Gedöns — hier liegt ihr richtig. Besonders praktisch: Der ECO-Mode schaltet nachts das Display aus, nur bei Geräuschen geht es an. Spart Akku und Nerven. Auf Willhaben findet man die Dinger oft gebraucht um 60-80€ — ein nobrainer, wenn’s ein Video-Gerät sein soll.
👉 Motorola MBP50S bei Amazon ansehen
4. App-Lösung: Eufy SpaceView Pro (~150-180€)
Datenschutz mit App-Komfort, ohne Cloud.
Eufys SpaceView Pro ist ein Hybrid: 5″ Monitor (klassisch) plus Kamera mit Schwenk/Neige und Zoom — aber komplett lokal. Keine Cloud, keine App-Pflicht, kein Account.
Perfekt für: Datenschutz-bewusste Eltern, die trotzdem App-Komfort wollen.
Pro:
- Lokale Übertragung — wirklich kein Cloud-Risiko
- 5″ großer Monitor
- Kamera mit 360° Schwenk, 330° Neige, 4x Zoom
- Lange Akkulaufzeit (Monitor: ~10h)
Contra:
- Teurer als Motorola
- Nur ein Monitor im Lieferumfang
- App-Funktionen begrenzt (kein Fernzugriff)
Mein Take: Der Kompromiss, den ich liebe. Lokal und sicher wie ein DECT-Gerät, aber trotzdem mit Kamera und gutem Bild. Wenn du paranoia-mäßig auf Datenschacht achtest (solltest du!), aber trotzdem ein Bild willst: das hier ist dein Gerät.
👉 Eufy SpaceView Pro bei Amazon ansehen
5. Smart-Home-Integration: Nanit Pro (~300-350€)
Das KI-Babyphone. Aber es kostet.
Nanit ist eine andere Liga. Die Kamera hängst du über dem Babybett auf, sie zeichnet Schlafmuster auf, erkennt Bewegungen, misst die Atmung (über ein spezielles Tuch) und schickt dir Insights.
Perfekt für: Tech-Nerds, Daten-Freaks — und Babys mit Schlafproblemen.
Pro:
- Schlaf-Trends: Wann schläft dein Baby wirklich?
- Atem-Monitoring über Nanit-Tuch (Huckepack)
- Automatisches Tracking: Kamera folgt dem Baby
- Split-Screen: Mehrere Kameras in einer App
Contra:
- Sehr teuer:: 300-350€ — plus Abo für Insights (30€/Jahr)
- Nur App-basiert (Handy muss in der Nähe sein)
- Cloud-Zwang — Daten liegen auf US-Servern
- Tuch-Monitoring nur bis ~18 Monate
Mein persönlicher Take: Ich liebe Daten. Aber 350€ für ein Babyphone? Plus Abo? Nur wenn du’s wirklich ausgeben willst und Schlafdaten für dich wichtig sind. Für die meisten Eltern reicht ein 80€-Gerät völlig. Das Nanit ist kein schlechtes Produkt — es ist nur für eine ganz bestimmte Zielgruppe gemacht: Eltern, die Daten lieben, Budget haben und Cloud-Risiken akzeptieren.
👉 Nanit Pro bei Amazon ansehen
Häufige Fehler beim Babyphone-Kauf
Bevor ich zu meinem Setup komme — hier sind Fehler, die ich selbst gemacht hab oder von anderen kenne:
Fehler 1: Zu viel Geld ausgeben.
Das teuerste Babyphone ist nicht das beste für dich. Ein 350€ Nanit bringt nix, wenn du nur Audio brauchst. Kauf nach Bedarf, nicht nach Preis.
Fehler 2: Reichweite ignorieren.
Speziell in Altbauwohnungen (Hallo, Wien!) ist die Reichweite kritisch. Ein billiges 30€-Babyphone aus China hat bei mir nach 8 Metern und zwei Wänden den Dienst quittiert. Mess lieber vorher nach.
Fehler 3: Datenschutz unterschätzen.
Cloud-Kameras ohne Sicherheits-Einstellungen sind ein offenes Tor. Denk dran: 50.000 gehackte Kameras — das war nicht in China, das war weltweit.
Fehler 4: Kein Test vor dem ersten Einsatz.
Du kommst nachts nach Hause, Baby schläft, du gehst ins Wohnzimmer — und hörst nichts. Panik. Stell sicher, dass alles funktioniert, bevor du’s brauchst.
Fehler 5: Display-Glotzen.
Ein Video-Babyphone kann dich verrückt machen, wenn du jede Bewegung analysierst. Ich kenn das selbst — in der ersten Woche hab ich jede Minute aufs Display gestarrt. Manchmal ist weniger mehr, und Audio-only bewahrt dich davor, jede Nacht aufs Display zu starren.
Mein persönliches Setup (Michi-Config)
Fragst du dich, was ich selbst verwende? Hier meine Config.
Wohnzimmer-Basis: FRITZ!Baby Monitor + FRITZ!Box
Im Alltag läuft bei mir die FRITZ!Baby Monitor Kamera im Kinderzimmer, verbunden mit der FRITZ!Box 7590. Das FRITZ!Fon C5 liegt im Wohnzimmer und zeigt mir auf Knopfdruck, ob alles ruhig ist.
Warum: Null Aufwand. Die FRITZ!Box hab ich ohnehin, das Telefon ebenfalls. Einrichtung: Kamera anstecken, im FRITZ!-Menü aktivieren, fertig.
Unterwegs: Eufy SpaceView (für Ausflüge/Besuche)
Wenn wir bei Freunden oder den Großeltern sind — die Eufy SpaceView kommt mit. Kein WLAN nötig, einfach Kamera aufstellen und den Monitor dabei haben.
Warum: Flexibel und sicher. Keine fremden Netzwerke, kein Cloud-Risiko.
Extra-Tipp: Ein zweites Audio-Gerät fürs Schlafzimmer
Unser Workaround: Wir haben ein günstiges Philips Audio-Babyphone (~50€) als Zweitgerät. Nachts steht es im Schlafzimmer, damit meine Partnerin und ich hören, wenn das Baby wach wird — ohne das FRITZ!-Setup rausholen zu müssen.
Warum diese Kombi?
- Flexibel:: Je nach Situation das richtige Tool
- Datenschutz-sicher:: Keine Cloud, keine Hack-Risiken
- Österreich-kompatibel:: FRITZ!Box ist der Standard hier
- Budget:: ~150€ für alles (FRITZ!Baby Monitor + Philips Audio)

Datenschutz & Sicherheit: Was du unbedingt beachten musst
Ja, ich nerve damit. Zu Recht.
WiFi-Babyphones: Das Hack-Risiko
2019 wurden über 50.000 Babyphone-Kameras gehackt — das sind dokumentierte Fälle, die Dunkelziffer dürfte höher sein. Fremde Leute haben in Kinderzimmer geschaut. Das ist kein Horrorszenario, es passiert wirklich.
DECT vs WiFi: Sicherheitsvergleich
| Aspekt | DECT | WiFi |
|---|---|---|
| Übertragung | Proprietär, abgeschottet | Im selben Netz wie deine Geräte |
| Hack-Risiko | Extrem gering (physischer Zugriff nötig) | Mittel-Hoch (WLAN-Schwachstellen, schlechte Passwörter) |
| Abhörbarkeit | DECT-verschlüsselt | Abhängig von WLAN-Verschlüsselung |
| Cloud | Nie | Meistens (außer lokale Lösungen) |
5 Sicherheits-Tipps
1. Standard-Passwort ändern — sofort. Nicht später. Sofort.
2. Firmware-Updates installieren — auch wenn’s nervt.
3. Gast-WLAN fürs Babyphone — trennt es von deinen anderen Geräten.
4. Keine öffentlichen Ports freigeben — kein UPnP für Kameras.
5. DECT bevorzugen — wenn du paranoia-mäßig bist wie ich.
Datenschutz in Österreich
Österreich ist ein Rechtsstaat mit strenger DSGVO-Auslegung. Cloud-basierte Babyphones speichern deine Daten oft auf Servern außerhalb der EU (USA, Asien). Das ist ein Problem, wenn du’s genau nimmst.
Meine Regel: Kamera-Bild und Baby-Geräusche haben auf fremden Servern nix verloren. Lokale Lösungen (DECT oder Eufy SpaceView) sind die einzig richtige Wahl.
Fazit: DECT ist sicherer, WiFi bequemer — wähle weise. Ich hab mich für DECT + lokale Lösung entschieden.
Babyphone Reichweite: Worauf kommt es an?
Die Reichweite ist der meistunterschätzte Faktor beim Babyphone. Kein Hersteller kann die exakte Reichweite garantieren — weil sie von deinem Haus abhängt.
DECT: 50-300m (je nach Wänden)
- Freies Feld:: Bis 300m (relevant: gar nicht)
- In der Wohnung (2 Zimmer):: 50-100m durch Wände
- Altbau (Wien, dicke Wände):: ~30-50m — und jede Wand frisst Signal
- Mehrere Stockwerke:: DECT kommt meist durch 1-2 Betondecken
WiFi: So weit wie dein WLAN reicht
- Problematisch:: Wenn dein WLAN im Kinderzimmer schwach ist
- Lösung:: Mesh-WLAN oder Repeater
- Achtung:: Kein Internet = kein Babyphone
Was tun bei dicken Betonwänden (Altbau in Wien)?
1. DECT-Babyphone mit großer Reichweite — Philips Avent schafft ~300m (angegeben), in echt ~100m in Wohnungen. Reicht meist.
2. FRITZ!Baby Monitor — weil die FRITZ!Box oft zentral steht und das DECT-Signal verstärkt.
3. Repeater-Lösung — wenn gar nix geht (DECT-Repeater gibt’s, sind aber selten).
Pro-Tipp
Teste das Babyphone vor dem ersten Einsatz. Ernsthaft. Unser erstes Babyphone hat in der Küche keinen Empfang mehr gehabt — und die Küche ist 3 Zimmer weiter. Stell die Kamera auf, geh in jedes Zimmer, mach die Tür zu. Ärger dich lieber vor dem Kauf als wenn’s drauf ankommt.
Babyphone im Österreich-Haushalt: Was sich bewährt hat
Ich will nicht zu generisch werden — deswegen hier konkrete Szenarien, die ich selbst erlebt hab oder von Freunden kenn.
Haus vs Wohnung: Unterschiedliche Anforderungen
- Wohnung (50-100m²):: Ein einfaches DECT-Babyphone reicht völlig. Punkt. Oder der FRITZ!Baby Monitor, wenn du die Box schon hast. Null Komplikation.
- Haus (100-200m²):: Hier wird’s kritisch. Du brauchst Video-DECT oder FRITZ!Baby Monitor — einfache Audio-Geräte schaffen das oft nicht durch mehrere Wände.
- Mehrere Stockwerke (Haus, 2-3 Etagen):: Mesh-WLAN + FRITZ!Baby Monitor oder ein starkes DECT-Set. Oder zwei günstige Audio-Geräte (eins pro Stock).
Garten-Nutzung: Babyphone zum Spielen draußen
Im Sommer liegt das Baby im Schatten im Garten? Willst du trotzdem hören, ob alles okay ist? Achtung: Budget-Babyphones haben oft nur 30-50m Reichweite im Freien. Teurere Modelle schaffen 200-300m. Oder du machst’s wie wir: Das Fenster zum Garten offen lassen und ein Ohr riskieren. Manchmal ist die analoge Lösung die beste.
Tipp: Wenn der Garten groß ist → Eufy SpaceView oder Motorola MBP50S (starke Außenreichweite). Oder einfach ein zweites, günstiges Audio-Gerät für den Außenbereich — das Philips Avent als Zweitgerät kostet dich ~50€ und erfüllt den Job zuverlässig.
Babyphone in der Mietwohnung: Der Wien-Spezialfall
Wiener Altbau: 3-4 Meter hohe Decken, Ziegelwände (teilweise 50cm dick), oft keine Möglichkeit, in der Wand zu bohren. Meine Erfahrung:
- DECT kommt durch 1-2 dieser Wände, dann wird’s kritisch.
- Lösung: Kamera möglichst Richtung Wohnzimmer platzieren, nicht im hintersten Eck des Kinderzimmers.
- FRITZ!Baby Monitor + Mesh: Funktioniert auch durch dicke Wände, weil die FRITZ!Box das DECT-Signal verstärkt.
Reisen mit Babyphone: Kompakte Lösungen
Wir reisen viel mit dem Baby zu Verwandten. Meine Erfahrung: Ein kompaktes Audio-Babyphone (Philips Avent) kommt in den Koffer. Kein Extra-Monitor, kein Netzteil für die Kamera. Einfach einstecken und los. Die Alternative: FRITZ!Baby Monitor einpacken, falls die Verwandten auch eine FRITZ!Box haben (bei Österreichern oft der Fall).
FAQ: Babyphone — Die 5 häufigsten Fragen
1. Babyphone mit oder ohne Kamera?
Audio-only reicht für 80% der Eltern. Wirklich. Du hörst, ob das Baby wach ist — und gehst nachgucken. Eine Kamera ist ein Luxus, kein Muss. Ich hab selbst drei Monate lang nur Audio genutzt und hab kein einziges Mal gedacht „hätt ich gern ein Bild gesehen“.
Wann Kamera? Wenn du nachts nicht ins Zimmer gehen willst (Kälte, Licht weckt Baby) oder wenn du öfter Sorgen hast und nachsehen willst, ohne reinzugehen. Oder wenn du einfach beruhigter bist, wenn du siehst, dass alles okay ist. Kein falscher Stolz — mach, was sich richtig anfühlt.
2. Ab wann braucht man kein Babyphone mehr?
Die meisten Eltern nutzen es 12-18 Monate intensiv. Danach schläft das Baby durch, zieht ins eigene Bett, und du hörst es ohnehin (Baby-Schrei ist auf Frequenz „durchdringt jede Wand“ optimiert).
Meine Erfahrung: Nach 12 Monaten hatten wir das Babyphone nur noch selten an. Nach 18 Monaten gar nicht mehr. Das ist auch der Grund, warum ich rate, nicht zu viel auszugeben — die Nutzungsdauer ist begrenzt.
3. Kann ich ein Babyphone gebraucht kaufen?
Ja — aber mit Vorsicht.
- DECT-Geräte:: Ja, easy. Keine Cloud, kein Account. Einfach desinfizieren und nutzen.
- WiFi-Kameras:: Vorsicht — sind oft an einen Account gebunden. Check vorher, ob der Vorbesitzer das Gerät aus seinem Account entfernt hat.
- Willhaben/Shpock:: Gute Quelle für gebrauchte Babyphones. FRITZ!Baby Monitor gibt’s oft für 40-50€.
4. Babyphone und Schnurlostelefon: Stören die sich?
2,4 GHz DECT-Geräte können sich gegenseitig stören, wenn sie zu nah beieinander sind. Lösungen:
- Geräte mit 1,9 GHz Frequenz wählen (europäischer DECT-Standard)
- Abstand halten (>2m zwischen Basisstationen)
- FRITZ!Baby Monitor nutzen (läuft über FRITZ!Box, kein Konflikt)
5. Was ist der beste Ort für die Kamera?
- Nicht direkt über dem Babybett: — Gefahr, dass die Kamera runterfällt (ja, passiert). Unbedingt mit Halterung sichern.
- Im Regal oder an der Wand montiert: — sicherste Position.
- Mit Blick aufs Bett, aber nicht direkt ins Gesicht: — Bewegungserkennung reicht, und du filmst dein Baby nicht die ganze Zeit frontal.
- Höhe:: ~1,5-2m, leicht nach unten geneigt.
- Achtung bei Kabeln:: Kamera-Kabel können zur Stolper- oder Strangulierungsfalle werden. Kabel hinterm Regal oder im Kabelkanal verstecken.
Fazit
Nach zig Teststunden und Monaten Erfahrung als Papa:
Die 3 besten Babyphones nach Budget
| Budget | Empfehlung | Preis | Typ |
|---|---|---|---|
| Budget (unter 80€) | Philips Avent SCD501/20 | ~70€ | Audio DECT |
| Allround (80-100€) | AVM FRITZ!Baby Monitor | ~90€ | Video DECT/WiFi |
| Premium (150-200€) | Eufy SpaceView Pro | ~160€ | Video lokal |
Mein letzter Ratschlag
Investier nicht zu viel ins Babyphone. Klingt komisch von jemandem, der drei Geräte empfiehlt — aber: die ersten 12 Monate sind kritisch, danach brauchst du es kaum noch.
Kauf was Günstiges (Audio) oder Mittelklasse (FRITZ!Baby Monitor) und gut ist. Das Geld für ein 350€-Nanit steck lieber in einen guten Kinderwagen oder Windeln für ein Jahr.
Und denk dran: Egal welches Babyphone du kaufst — test es VOR dem ersten Einsatz. Geh in jedes Zimmer, schließ die Tür. Wenn’s funktioniert, bist du auf der sicheren Seite.
Welches Babyphone benutzt du? Oder hast du Tipps für andere Eltern? Schreib’s in die Kommentare!
👉 Weiterlesen: Smart Home für Väter | Baby-Erstausstattung: Das brauchst du wirklich