Servus Papa! 2026 ist ein großes Jahr: Dein Kind kommt in die Schule. Der erste Schultag ist ein Meilenstein, für dein Kind, aber genauso für dich. Und zwischen Stichtagsregelungen, Schulreife-Test und dem perfekten Ranzen kann einem schon mal schwummrig werden. Genau dafür bin ich da.
Dieser Guide führt dich durch alles, was du als Vater in Österreich zum Schulstart 2026/27 wissen musst. Von der Schulpflicht zu den Terminen, von der Einschreibung über den Ranzen-Kauf bis zu dem Moment, wenn dein Kind mit der Schultüte im Klassenzimmer steht. Mit dabei: eine konkrete Checkliste, praktische Tipps von erfahrenen Eltern und alle wichtigen Links auf einen Blick. Los geht’s.
Wann ist mein Kind schulpflichtig? (Stichtag 1. September)
Die Schulpflicht beginnt in Österreich mit dem auf den 6. Geburtstag folgenden 1. September. Stichtag ist der 1. September. Das heißt: Dein Kind wird im Kalenderjahr eingeschult, in dem es 6 Jahre alt wird, sofern es bis spätestens 1. September Geburtstag hat. Diese Regelung findest du auf oesterreich.gv.at (Allgemeine Schulpflicht).
Drei Beispiele, damit du nicht rechnen musst:
- Geburtstag 15. März 2020 → schulpflichtig ab September 2026 ✅
- Geburtstag 28. August 2020 → schulpflichtig ab September 2026 ✅
- Geburtstag 15. Oktober 2020 → schulpflichtig erst ab September 2027
Die Schulpflicht gilt für alle Kinder mit dauerhaftem Aufenthalt in Österreich, unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Und sie dauert 9 Jahre. Also kein Stress: Dein Kind muss nicht alles in der ersten Klasse können, es bleibt noch genug Zeit.
Die Frühchen-Regelung
Wenn dein Kind eine Frühgeburt war, kannst du den errechneten Geburtstermin aus dem Mutter-Kind-Pass heranziehen. Das verschiebt die Schulpflicht gegebenenfalls um einige Wochen oder Monate. Praktisch, wenn dein Zwerg eigentlich erst im Oktober kommen sollte, aber schon im August rausgerutscht ist. Ein Gespräch mit der Schulleitung reicht meistens, die sind da erfahren und flexibel.
Vorzeitige Aufnahme, kann ich mein Kind früher einschulen?
Ja, das ist möglich. Wenn dein Kind erst nach dem 1. September 6 wird, aber du das Gefühl hast, es ist schon bereit, kannst du eine vorzeitige Aufnahme beantragen. Die Schulleitung entscheidet dann nach pädagogischer Prüfung. Voraussetzung ist, dass dein Kind die Schulreife-Kriterien erfüllt. Ein Gespräch mit der Kindergarten-Pädagogin hilft bei der Entscheidung.
Ist mein Kind schulreif? (Checkliste für Väter)
Nur weil dein Kind „dran“ ist, heißt das nicht, dass es bereit ist. Und nur weil der Geburtstag knapp nach dem Stichtag liegt, muss es nicht zurückgestellt werden. Die Schulreife-Verordnung BGBl. II Nr. 300/2018 definiert Schulreife als die Fähigkeit, dem Unterricht folgen zu können, ohne körperlich oder geistig überfordert zu werden. Klingt logisch, oder?
Die pädagogische Forschung ist da heute etwas weiter. Laut bpb.de (Schulreife oder Schulfähigkeit?) geht es nicht mehr um ein einfaches „reif oder nicht“. Schulfähigkeit ist ein Zusammenspiel von Kind, Familie, Kindergarten und Schule. Ein Kind, das zu Hause viel Unterstützung bekommt, kann Schulreife-Defizite leichter ausgleichen als eines, das auf sich allein gestellt ist.
Trotzdem gibt es klare Anhaltspunkte. Ich hab sie dir in vier Bereiche unterteilt, geh die Liste einfach mit deinem Kind durch:
Kognitive Reife
- Kann dein Kind bis 10 zählen und Mengen bis 5 erfassen?
- Erkennt es einfache Formen und Farben zuverlässig?
- Versteht es kurze Anweisungen und setzt sie um?
- Zeigt es Neugier auf Buchstaben, Zahlen oder Geschichten?
- Kann es einen Satz von 5 bis 7 Wörtern wiederholen?
Körperliche Reife
- Hält es einen Stift in der dominanten Hand und malt erkennbare Figuren?
- Hüpft es auf einem Bein, fängt es einen Ball?
- Kann es sich kurz konzentrieren (10 bis 15 Minuten)?
- Sehen und Hören sind unauffällig?
- Malt es Menschen mit Kopf, Rumpf und Gliedmaßen?
Sozial-emotionale Reife
- Akzeptiert es Regeln und kann sich an Absprachen halten?
- Spielt es mit anderen Kindern und teilt?
- Kann es Frustration aushalten, ohne auszurasten?
- Verträgt es Kritik und kann es um Hilfe bitten?
- Trennt es sich für einige Stunden von dir, ohne Panik?
Selbstständige Lebenspraxis
- Zieht es sich alleine an und aus, inklusive Jacke und Schuhe?
- Schafft es die Schleife zu binden (oder nutzt Klettverschluss)?
- Geht es alleine aufs Klo und wäscht sich die Hände?
- Richtet es seine eigene Jause?
- Räumt es sein Spielzeug auf?
So liest du die Checkliste: Bei den meisten Punkten „Ja“? Perfekt. Bei mehr als 5 „Nein“? Spann das Gespräch mit der Kindergarten-Pädagogin und der Schulleitung an. Die Vorschulstufe ist kein Scheitern, sondern eine kluge Entscheidung. Dein Kind bekommt dort genau das, was es braucht, um dann in der ersten Klasse durchzustarten. Mehr zum Thema Schulreife und Übergang vom Kindergarten.
Schuleinschreibung, Termine & Ablauf 2026/27
Die Einschreibung für das Schuljahr 2026/27 ist ein zweiteiliger Prozess. Viele Eltern denken, man kommt einmal und das wars. Weit gefehlt. Laut BMBWF Rundschreiben Nr. 2025-28 läuft es so:
Teil 1: Anmeldung (November 2025)
10. bis 21. November 2025, an der Wunschschule. Persönlich, mit Kind. Termin vorher vereinbaren, die Schulsekretariate sind dankbar dafür. Du brauchst diese Unterlagen:
- Einladung zur Einschreibung (die kommt automatisch von der Gemeinde) oder den Meldezettel
- Geburtsurkunde
- Reisepass
- e-card
- Kindergartenbestätigung (falls vorhanden)
Tipp: Leg alles schon eine Woche vorher bereit. Nichts ist stressiger, als am Morgen panisch nach der Geburtsurkunde zu suchen.
Teil 2: Schulreife + Sprachstand (Februar/März 2026)
Nach der Schulplatz-Zuteilung folgt der zweite Teil. Hier wird die Schulreife deines Kindes offiziell festgestellt und der Sprachstand erhoben. Abschluss bis 6. März 2026. Die Schule testet in einem lockeren Gespräch, ob dein Kind mit den Anforderungen zurechtkommt. Bei Förderbedarf im Deutschen gibt es die Deutschförderklasse oder -kurse. Weitere Details auf oesterreich.gv.at (Schuleinschreibung).
Wichtig: Die Einschreibung ist nicht bestanden oder nicht bestanden. Es geht um Förderung. Die Schule will wissen, wo dein Kind steht, damit es optimal unterstützt werden kann. Mach deinem Kind also keinen Druck vorher, und dir selbst auch nicht.
Der perfekte Schulranzen (Kaufberatung für Papas)
Ein guter Schulranzen ist mehr als nur ein hübscher Rücken mit Dinos oder Einhörnern drauf. Als Papa hast du den pragmatischen Blick: Der Ranzen muss sicher, leicht und strapazierfähig sein. Die DIN 58124 definiert den Sicherheitsstandard: fluoreszierende Farben (gelb, orange, rot) und Reflexstreifen sind Pflicht. In der Dämmerung macht das den Unterschied zwischen „gesehen werden“ und „übersehen werden“.
Die wichtigsten Kriterien
- Leergewicht: Maximal 1,2 kg. Dein Kind soll den Ranzen tragen, nicht der Ranzen dein Kind.
- Ergonomie: Verstellbare, gepolsterte Schultergurte, Brustgurt und Hüftgurt. Das Rückenteil sollte geformt sein, nicht nur ein flaches Polster.
- Beladung: Vollgepackt maximal 10 bis 12 % des Körpergewichts. Ein 20-Kilo-Kind trägt also max. 2,4 kg. Klingt wenig, aber mit schweren Büchern und Federschachtel ist das schnell erreicht.
- Maße: Der Ranzen sollte nicht breiter als die Schultern deines Kindes sein. Sonst wackelt er und das Kind muss gegensteuern.
Papa-Tipp: Nicht nur optisch aussuchen. Mit Kind ins Fachgeschäft und probe tragen. Ein Ranzen, der toll aussieht, aber drückt, wird zur täglichen Qual. Marken wie Ergobag, Step by Step, DerDieDas oder Scout haben bewährte ergonomische Modelle. Die Beratung im Fachgeschäft ist ihr Geld wert, die kennen sich aus.
Und was ist mit günstigen Alternativen? Muss es immer die 200-Euro-Marke sein? Nein. Aber bei Billig-Ranzen fehlen oft die Reflektoren oder die Verarbeitung ist schlecht. Wenn der Schulweg kurz und gut beleuchtet ist, reicht ein hochwertiger Rucksack mit Reflektoren. Die Norm allein ist nicht alles. Aber die Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist kein Luxus, sie kann Leben retten.
Weitere Must-haves: Federschachtel (lieber eine stabile als eine Stofftasche), Turnsackerl, Jausenbox, Trinkflasche, Hausschuhe, ein Mäppchen für Buntstifte. Mach die Liste gemeinsam mit deinem Kind, dann freut es sich auf jeden Gegenstand.
Die Schultüte, Kreative Ideen zum Befüllen

Die Schultüte, kreativ befüllt mit sinnvollen Dingen für den Schulstart.
Die Schultüte ist der Star am ersten Schultag. Dieses riesige, bunte Ding, das dein Kind stolz durch die Gegend trägt, am liebsten den ganzen Tag. Ja, die Tradition ist nicht verpflichtend, aber sie ist ein wunderbares Ritual. Und der Inhalt muss nicht aus Zucker bestehen. Im Gegenteil: Nachhaltige, nützliche Dinge bleiben länger in Erinnerung als eine Tüte Gummibärchen, die nach 20 Minuten leer ist.
Ideen für die Schultüten-Befüllung
Schulbedarf: Buntstifte, Radiergummi in der Lieblingsfarbe, Anspitzer, Federschachtel, Lineal. Klingt unspektakulär? Für ein 6-jähriges Kind ist ein eigener Bleistift mit Dino drauf das Größte.
Für die Pause: Trinkflasche, Brotdose (am besten mit Lieblingsmotiv), Turnbeutel. Eine schöne Jausenbox, die das Kind selbst öffnen kann, ist Gold wert.
Für die Bewegung: Springseil, kleine Bälle, Gummitwist. In der Pause wird getobt, da ist jedes Extra-Spielzeug willkommen.
Emotional: Ein kleiner Glücksbringer, ein bemalter Stein, ein Anhänger, ein Schutzengel. Ein Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug. Ein Foto von dir, das das Kind in der Federschachtel verstecken kann. Klingt kitschig? Kinder lieben es.
Praktisch: Hausschuhe für die Klasse, Regenponcho, eine Armbanduhr (wenn das Kind sich für die Uhrzeit interessiert). Und: ein kleines Notizbuch, in das es seine ersten „Geheimnisse“ schreiben kann.
Budget-Tipp: Die Schultüte muss nicht die Größe einer Mülltonne haben. Liebevolle, durchdachte Auswahl ist mehr wert als Masse. Manche Schulen organisieren sogar gemeinsame Schultüten-Aktionen, wo die Kinder sie selbst basteln. Frag nach!
Schulweg sicher gestalten
Der Schulweg ist eine der wichtigsten Lektionen der ersten Schulwochen. Dein Kind muss lernen, sich im Straßenverkehr zu behaupten, und das will geübt sein. Der ÖAMTC empfiehlt: Schulweg vor Schulbeginn mehrmals abgehen, am besten zu den Zeiten, zu denen das Kind später auch gehen wird. Also in der Früh, wenn Betrieb ist.
Lauf den Weg mit deinem Kind ab. Zeig ihm Gefahrenstellen. Wo ist die Ampel? Wo der Zebrastreifen? Wo muss es besonders aufpassen, weil Autos aus Einfahrten kommen? Mach eine kleine „Schulweg-Prüfung“ draus, mit Um-die-Wette-Schauen, wer die meisten Gefahren entdeckt.
Was ist der „unsichtbare Zebrastreifen“?
Seit Jahrzehnten in der StVO: Sobald ein Kind erkennbar die Straße überqueren will, müssen Autofahrer anhalten, auch ohne markierten Zebrastreifen. Der ÖAMTC bietet dazu eine Blickuntersuchung mit Eye-Tracking an den Stützpunkten und ein Schulweg-Quiz für Kinder. Das macht Spaß und schult nebenbei den Überblick. Und ein Gratis-Kinderbuch gibts obendrauf.
Elterntaxi, ja oder nein?
So bequem es ist: Bring dein Kind möglichst zu Fuß zur Schule. Es fördert die Selbstständigkeit, schult die Verkehrskompetenz und gibt Bewegung, bevor es stundenlang still sitzen muss. Das BMI hat zehn konkrete Tipps für einen sicheren Schulweg als PDF: gemeinsam den Weg auswählen, üben, Regeln besprechen.
Wenn du doch fahren musst: richtig halten, Kind korrekt anschnallen, nicht in der zweiten Reihe parken. Vor vielen Schulen herrscht Halteverbot, das gilt auch für Eltern. Ein paar Meter weiter parken und zu Fuß zur Schule ist die bessere Lösung.
Wisst ihr, wie viele Kinder jährlich auf dem Schulweg verletzt werden? 2023 waren es nach Angaben von meinefamilie.at 494 Kinder. Jedes verletzte Kind ist eines zu viel. Aber mit guter Vorbereitung und regelmäßigem Üben könnt ihr das Risiko massiv senken.
Der erste Schultag aus Vater-Perspektive

Der erste Schultag, ein emotionaler Meilenstein für Vater und Kind.
Jetzt wird es emotional. Der erste Schultag. Das Kind mit dem riesigen Ranzen auf dem Rücken, die Schultüte fest im Arm. Und du stehst daneben und denkst: „Wo ist die Zeit geblieben? War das nicht gestern, wo es noch im Kinderwagen lag?“
Ja, auch als Papa darfst du stolz sein. Und ja, auch Papas dürfen die eine oder andere Träne verdrücken. Der Moment, wenn dein Kind ins Klassenzimmer tapst, das ist großes Kino. DaddyHero hat 13 ehrliche Tipps von Papa für den ersten Schultag zusammengeschrieben, die ich sehr treffend finde. Da geht es um die richtige Einstellung, nicht um Perfektionismus.
Praktische Tipps für den großen Tag
- Zeitpuffer: Mindestens 15 Minuten mehr einplanen. Zähneputzen dauert länger, die Schultüte ist erstmal „verschwunden“, und „Papa, ich muss nochmal auf Klo“ kommt garantiert.
- Frühstück: Was Vertrautes, das das Kind mag. Keine Experimente. Ein voller Bauch ist besser als Nervenflattern. Und Kaffee für dich, in einer Thermoskanne für den Schulhof.
- Fotos: Ein paar Bilder machen, dann die Kamera wegstecken und den Moment live genießen. Nichts ist schlimmer, als den ersten Schultag nur durch das Handy-Display zu erleben.
Die richtige Frage nach der Schule
Nicht fragen: „Wie wars?“ (Antwort: „Gut.“, Ende.) Sondern: „Was hat dir heute am meisten Spaß gemacht?“, „Gab’s was Lustiges?“, „Wer sitzt neben dir?“, „Was hat die Lehrerin gesagt, als du reingekommen bist?“. Diese Fragen öffnen Türen. Und wenn dein Kind nicht antworten will, ist das auch okay. Manchmal braucht es Zeit, den Tag zu verarbeiten.
Schulalltag meistern, Tipps für Papas
Nach dem ersten Schultag beginnt der Alltag. Und der kann ganz schön fordernd sein. Hier ein paar Dinge, die mir erfahrene Eltern mitgegeben haben, und die bei uns auch funktionieren.
Rituale geben Halt
Kinder lieben Verlässlichkeit. Ein fester Morgen-Ablauf, immer dasselbe Frühstück, Jause gemeinsam richten, Ranzen checken, gibt Sicherheit. Gerade in den ersten Wochen, wenn alles neu ist. Nach der Schule: kurze Pause, vielleicht eine Kleinigkeit essen, dann Hausaufgaben. Aber nicht gleich am ersten Tag draufhauen. Dein Kind ist platt. Gib ihm eine halbe Stunde zum Runterkommen. Und dann: „Wann willst du die Hausübung machen? Jetzt oder nach dem Spielen?“ Wahlmöglichkeiten geben Kontrolle.
Elternabende sind kein Mamasache
Geh hin. Als Papa. Lehrer sind heute gewohnt, dass Väter mitreden, und es ist ein starkes Signal an dein Kind, dass Bildung wichtig ist. Die Zeiten von „das macht die Mama schon“ sind zum Glück vorbei. Und du lernst die anderen Eltern kennen und bekommst einen echten Eindruck von der Klasse. Wer weiß, vielleicht ergibt sich eine Fahrgemeinschaft oder ein Spieltreff am Nachmittag.
Ranzen-Check am Abend
Vor dem Schlafengehen gemeinsam den Ranzen packen: Was brauchts morgen? Turnsackerl? Malblöcke? Jause? Das verhindert das morgendliche Chaos und gibt dem Kind Routine. Nach zwei Wochen macht es das fast von allein. Und du hast am Morgen einen Grund weniger, durch die Wohnung zu rennen.
Vergleichen verboten
Dein Nachbarskind liest schon mit fünf. Dein Kind kann kaum den eigenen Namen schreiben. Weißt du was? Das ist völlig egal. Jedes Kind startet anders. Manche stürmen ins Klassenzimmer wie Batman, andere brauchen länger. Beides ist okay. Vertrau auf die Pädagogen, die wissen, was sie tun. Und wenn du unsicher bist: ein Gespräch mit der Lehrerin klärt mehr als zehn Vergleichsgespräche mit anderen Eltern.
Hausaufgaben-Strategie
In der ersten Klasse sind Hausaufgaben noch überschaubar. Trotzdem: Sucht gemeinsam einen festen Platz und eine feste Zeit. Manche Kinder arbeiten am besten direkt nach der Schule, andere brauchen eine Pause. Dein Kind kennt sich selbst am besten. Gib ihm die Wahl, aber bleib konsequent bei der Entscheidung. Und: Hausaufgaben sind die Sache deines Kindes, nicht deine. Du begleitest, du hilfst, aber du machst sie nicht. Das ist manchmal schwerer, als es klingt.
Finanzielles zur Einschulung
Die Einschulung kostet Geld. Ranzen, Schultüte, Turnsackerl, Hausschuhe, Mappen, das läppert sich. Hier eine realistische Kostenaufstellung:
- Schulranzen: € 80 bis € 250
- Schultüte plus Befüllung: € 30 bis € 80
- Turnsackerl + Hausschuhe + Mappe: rund € 30 bis € 50
Gesamt: rund € 140 bis € 380.
Der Staat hilft hier kräftig mit. Das Schulstartgeld 2026 beträgt € 121,40 pro Kind und wird am 7. August 2026 automatisch mit der Familienbeihilfe ausgezahlt. Kein Antrag nötig, kein Formular, kein Stress. Das Geld kommt einfach aufs Konto. Laut Bundeskanzleramt profitieren rund 920.000 Kinder in Österreich im Alter von 6 bis 15 Jahren. Das Schulstartgeld deckt also einen guten Teil der Kosten.
Falls das Geld knapp ist: Manche Gemeinden und Bundesländer bieten zusätzliche Unterstützung an. Einfach beim zuständigen Sozialamt oder der Gemeinde nachfragen. Oft gibt es Zuschüsse für den Schulbedarf über das Schulstartgeld hinaus, für Ranzen, Hefte und Co. Mehr zu Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld.
Wichtige Termine zum Schulstart 2026/27
Hier nochmal alle wichtigen Daten kompakt, damit du nichts verpasst:
- November 2025 (10. bis 21.11.): Einschreibung Teil 1, Anmeldung an der Wunschschule
- Februar/März 2026 (bis 6.3.): Einschreibung Teil 2, Schulreife + Sprachstand
- 7. August 2026: Schulstartgeld-Auszahlung (€ 121,40, automatisch)
- 7. September 2026: Schulbeginn in Wien, NÖ und Burgenland
- 14. September 2026: Schulbeginn in den westlichen Bundesländern
Alle Ferientermine für 2026/27 findest du auf der BMBWF-Seite zu den Ferienterminen. Die Sommerferien sind in zwei Wellen: Ost-Bundesländer (W, NÖ, B) starten am 3. Juli 2027, West-Bundesländer am 10. Juli 2027.
Häufige Fragen zur Einschulung (FAQ)
Darf ich mein Kind schon mit 5 einschulen?
Wenn dein Kind bis zum 1. September 6 Jahre alt wird, ist es regulär schulpflichtig, auch wenn es zu Schulbeginn noch 5 ist. Bei Kindern mit Geburtstag ab dem 2. September beginnt die Schulpflicht erst im Folgejahr. Eine vorzeitige Aufnahme ist auf Antrag möglich, sprich mit der Schulleitung, sie prüft die Schulreife.
Was tun bei Schulangst?
Schulangst ist ernst zu nehmen. Den Schulweg vorab gemeinsam üben, die Lehrerin vor dem ersten Tag kennenlernen, Rituale etablieren. Ein kleiner Glücksbringer in der Federschachtel kann Wunder wirken. Wenn die Angst anhält, hilft die Schulpsychologie, die Schulen haben hier gute Ansprechpartner. Mehr zum Thema Kinderängste begleiten.
Braucht mein Schulkind wirklich einen Laptop?
Kurz: Nein. In der Volksschule reichen Stifte, Hefte und ein funktionierender Bleistift. Digitale Geräte werden erst in der Sekundarstufe relevant. Wenn ihr zuhause einen Rechner oder ein Tablet habt, ist das für erste Lernspiele nett, aber keine Voraussetzung. Die Schule stellt alles Nötige zur Verfügung.
Welche Schule ist die richtige?
Grundsätzlich besuchen Kinder die Sprengel-Volksschule im Wohnbezirk. Der große Vorteil: Dein Kind geht mit den Nachbarskindern in dieselbe Klasse, das erleichtert den Start enorm. Privatschulen wie Montessori oder Waldorf sind Alternativen, haben aber oft Wartelisten. Wer dort hin will, sollte sich frühzeitig informieren, am besten schon ein Jahr vor der Einschreibung.
Gibt es Zuschüsse für den Schulbedarf?
Ja. Das Schulstartgeld (€ 121,40) wird automatisch mit der Familienbeihilfe ausgezahlt, kein Antrag nötig. Bei finanziellen Engpässen gibt es zusätzliche Unterstützung durch die Gemeinde oder das Sozialamt. Einfach dort nachfragen, die helfen diskret und unkompliziert.
Was, wenn mein Kind nicht schulreif ist?
Dann kommt es in die Vorschulstufe. Das ist kein Scheitern, sondern eine kluge Entscheidung. Besser ein Jahr gut vorbereitet starten als Frust in der ersten Klasse. In der Vorschulstufe wird gezielt an den Bereichen gearbeitet, die noch nicht da sind, und dein Kind ist im nächsten Jahr stärker und selbstbewusster.
Zusammenfassung: Der Schulstart 2026/27 auf einen Blick
Der Schulstart in Österreich ist gut organisiert, wenn man die Termine kennt: Stichtag 1. September, Einschreibung im November 2025 und Februar/März 2026, Schulstartgeld im August. Die Vorfreude darf groß sein, und ein bisschen Nervosität ist ganz normal.
Du hast einen der wichtigsten Jobs der Welt: Deinem Kind den Start ins Schulleben so leicht wie möglich zu machen. Du schaffst das. Und dein Kind schafft das auch. Pack den Ranzen, bastel die Schultüte, üb den Schulweg, und vor allem: Genieß den Moment.
Kauf eine Tüte Gummibärchen für die Schultüte (oder lass sie weg, deine Entscheidung). Mach ein Foto, das du in 20 Jahren rausholst. Und sei stolz auf das kleine große Wesen, das da mit dem Ranzen loszieht.
Wie war euer erster Schultag? Läuft euer Kleines schon selbstbewusst los oder braucht es noch die Hand von Mama oder Papa? Erzählt in den Kommentaren, wie ihr den Schulstart erlebt habt – deine Erfahrung hilft anderen Papas.
Servus und einen guten Start ins Schulleben!
Dieser Artikel wurde am 23. Juli 2026 aktualisiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Die aktuellen Termine und Regelungen findest du auf den verlinkten Behörden-Seiten.