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Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig). RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison. Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1). Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2). Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
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Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2). Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig). RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison. Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1). Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2). Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus. Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2). Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig). RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison. Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1). Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2). Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass). Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus. Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2). Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig). RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison. Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1). Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2). Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren. Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass). Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus. Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2). Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig). RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison. Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1). Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2). Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Leichte Kleidung, damit der Arzt schnell an den Oberschenkel kommt (Babys werden am Oberschenkel geimpft, nicht am Oberarm). Impftermine im Kalender blocken und Erinnerung stellen. Die Abstände sind kurz, und man vergisst sie schnell. Impfpass nicht vergessen. Klingt banal, aber genau das passiert beim ersten Mal.Und ganz wichtig: Ruhe bewahren. Babys spüren, wenn die Eltern nervös sind. Bist du entspannt, ist das Baby entspannter.
Mutter-Kind-Pass und Vorsorgeuntersuchungen
Die Impfungen sind eng mit den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen verzahnt. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung (es gibt 6 bis zum 14. Lebensmonat) wird auch der Impfstatus geprüft. Der Arzt kontrolliert, ob dein Kind die fälligen Impfungen hat, und klärt dich auf.
Die Vorsorgeuntersuchungen selbst sind wichtig: Das Baby wird gemessen, gewogen, durchgecheckt. Hüftultraschall, Hörtest, Augenscreening. Alles Dinge, die mit Impfung nichts zu tun haben, aber genauso wichtig sind. Seit Oktober 2026 wird der Mutter-Kind-Pass ubrigens digital. Der Papierpass verschwindet, alle Daten sind im ELGA-System. Gut zu wissen, wenn du demnachst deinen ersten Termin hast.
Nutz die Vorsorgeuntersuchungen, um Fragen zu stellen. Schreib sie vorher auf. Der Arzt hat Zeit fur dich eingeplant. Stell die Fragen, die dir auf der Seele brennen, auch wenn sie dir banal vorkommen.
Was passiert im Schulalter?
Die Grundimmunisierung ist mit etwa 2 Jahren durch. Aber danach geht es weiter. Im Volksschulalter (6 bis 7 Jahre) stehen Auffrischungen an: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio. Im Alter von 12 bis 13 Jahren wird die HPV-Impfung empfohlen. Die schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen. Seit 2014 wird sie fur Buben und Madchen empfohlen.
Wichtig: Die HPV-Impfung ist im Gratis-Programm, aber nur bis zum 21. Geburtstag fur die erste Dosis. Ab Juli 2026 wird das kostenlose Nachholprogramm fur 21- bis 30-Jahrige eingestellt. Wer die Impfung also fur sein Kind will, sollte den Zeitpunkt nicht verpassen.
Insgesamt empfiehlt der Impfplan bis zum 15. Lebensjahr diese Auffrischungen und neuen Impfungen: Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio (6. bis 7. Lebensjahr), HPV (12. bis 13. Lebensjahr), Meningokokken-Impfung und FSME-Auffrischungen. Alle kostenlos.
Was, wenn ich im Ausland geboren bin oder mein Kind im Ausland geimpft wurde?
Gute Frage. In Österreich werden Impfungen normalerweise anerkannt, wenn sie nach internationalen Standards dokumentiert sind. ECDC und WHO haben Impfplane, die weitgehend kompatibel sind. Dein Kinderarzt uberpruft den Impfpass aus dem Herkunftsland und tragt die Daten in den e-Impfpass ein. Fehlende Impfungen werden nachgeholt.
Ist der Impfpass nicht auffindbar, konnen Antikorpertests machen. Das ist aber meist nicht notig. Einfach zum Kinderarzt gehen, Impfpass mitbringen, durchchecken lassen. Fertig.
Impfschaden und Entschadigung
Ein Thema, das oft aufkommt. In Osterreich gibt es das Impfschadengesetz. Wenn es tatsachlich zu einem Impfschaden kommt (also einer gesundheitlichen Schadigung, die uber das ubliche Ausmas einer Impfreaktion hinausgeht), hat der oder die Betroffene Anspruch auf Entschadigung durch die Republik Osterreich. Die Voraussetzungen sind streng, und die Fallzahlen sind extrem niedrig. Aber das Gesetz existiert. Es ist ein sozialstaatliches Sicherheitsnetz fur die extrem seltenen Falle, die kein Arzt vorhersagen kann.
Mehr Informationen beim Sozialministerium.
Checkliste: Impfungen fur dein Baby
Zum Mitnehmen. Einfach abhaken:
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Beißring oder Schnuller bereithalten als Ablenkung. Leichte Kleidung, damit der Arzt schnell an den Oberschenkel kommt (Babys werden am Oberschenkel geimpft, nicht am Oberarm). Impftermine im Kalender blocken und Erinnerung stellen. Die Abstände sind kurz, und man vergisst sie schnell. Impfpass nicht vergessen. Klingt banal, aber genau das passiert beim ersten Mal.Und ganz wichtig: Ruhe bewahren. Babys spüren, wenn die Eltern nervös sind. Bist du entspannt, ist das Baby entspannter.
Mutter-Kind-Pass und Vorsorgeuntersuchungen
Die Impfungen sind eng mit den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen verzahnt. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung (es gibt 6 bis zum 14. Lebensmonat) wird auch der Impfstatus geprüft. Der Arzt kontrolliert, ob dein Kind die fälligen Impfungen hat, und klärt dich auf.
Die Vorsorgeuntersuchungen selbst sind wichtig: Das Baby wird gemessen, gewogen, durchgecheckt. Hüftultraschall, Hörtest, Augenscreening. Alles Dinge, die mit Impfung nichts zu tun haben, aber genauso wichtig sind. Seit Oktober 2026 wird der Mutter-Kind-Pass ubrigens digital. Der Papierpass verschwindet, alle Daten sind im ELGA-System. Gut zu wissen, wenn du demnachst deinen ersten Termin hast.
Nutz die Vorsorgeuntersuchungen, um Fragen zu stellen. Schreib sie vorher auf. Der Arzt hat Zeit fur dich eingeplant. Stell die Fragen, die dir auf der Seele brennen, auch wenn sie dir banal vorkommen.
Was passiert im Schulalter?
Die Grundimmunisierung ist mit etwa 2 Jahren durch. Aber danach geht es weiter. Im Volksschulalter (6 bis 7 Jahre) stehen Auffrischungen an: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio. Im Alter von 12 bis 13 Jahren wird die HPV-Impfung empfohlen. Die schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen. Seit 2014 wird sie fur Buben und Madchen empfohlen.
Wichtig: Die HPV-Impfung ist im Gratis-Programm, aber nur bis zum 21. Geburtstag fur die erste Dosis. Ab Juli 2026 wird das kostenlose Nachholprogramm fur 21- bis 30-Jahrige eingestellt. Wer die Impfung also fur sein Kind will, sollte den Zeitpunkt nicht verpassen.
Insgesamt empfiehlt der Impfplan bis zum 15. Lebensjahr diese Auffrischungen und neuen Impfungen: Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio (6. bis 7. Lebensjahr), HPV (12. bis 13. Lebensjahr), Meningokokken-Impfung und FSME-Auffrischungen. Alle kostenlos.
Was, wenn ich im Ausland geboren bin oder mein Kind im Ausland geimpft wurde?
Gute Frage. In Österreich werden Impfungen normalerweise anerkannt, wenn sie nach internationalen Standards dokumentiert sind. ECDC und WHO haben Impfplane, die weitgehend kompatibel sind. Dein Kinderarzt uberpruft den Impfpass aus dem Herkunftsland und tragt die Daten in den e-Impfpass ein. Fehlende Impfungen werden nachgeholt.
Ist der Impfpass nicht auffindbar, konnen Antikorpertests machen. Das ist aber meist nicht notig. Einfach zum Kinderarzt gehen, Impfpass mitbringen, durchchecken lassen. Fertig.
Impfschaden und Entschadigung
Ein Thema, das oft aufkommt. In Osterreich gibt es das Impfschadengesetz. Wenn es tatsachlich zu einem Impfschaden kommt (also einer gesundheitlichen Schadigung, die uber das ubliche Ausmas einer Impfreaktion hinausgeht), hat der oder die Betroffene Anspruch auf Entschadigung durch die Republik Osterreich. Die Voraussetzungen sind streng, und die Fallzahlen sind extrem niedrig. Aber das Gesetz existiert. Es ist ein sozialstaatliches Sicherheitsnetz fur die extrem seltenen Falle, die kein Arzt vorhersagen kann.
Mehr Informationen beim Sozialministerium.
Checkliste: Impfungen fur dein Baby
Zum Mitnehmen. Einfach abhaken:
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Stillen oder Fläschchen geben wahrend oder nach dem Piks hilft beim Beruhigen. Beißring oder Schnuller bereithalten als Ablenkung. Leichte Kleidung, damit der Arzt schnell an den Oberschenkel kommt (Babys werden am Oberschenkel geimpft, nicht am Oberarm). Impftermine im Kalender blocken und Erinnerung stellen. Die Abstände sind kurz, und man vergisst sie schnell. Impfpass nicht vergessen. Klingt banal, aber genau das passiert beim ersten Mal.Und ganz wichtig: Ruhe bewahren. Babys spüren, wenn die Eltern nervös sind. Bist du entspannt, ist das Baby entspannter.
Mutter-Kind-Pass und Vorsorgeuntersuchungen
Die Impfungen sind eng mit den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen verzahnt. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung (es gibt 6 bis zum 14. Lebensmonat) wird auch der Impfstatus geprüft. Der Arzt kontrolliert, ob dein Kind die fälligen Impfungen hat, und klärt dich auf.
Die Vorsorgeuntersuchungen selbst sind wichtig: Das Baby wird gemessen, gewogen, durchgecheckt. Hüftultraschall, Hörtest, Augenscreening. Alles Dinge, die mit Impfung nichts zu tun haben, aber genauso wichtig sind. Seit Oktober 2026 wird der Mutter-Kind-Pass ubrigens digital. Der Papierpass verschwindet, alle Daten sind im ELGA-System. Gut zu wissen, wenn du demnachst deinen ersten Termin hast.
Nutz die Vorsorgeuntersuchungen, um Fragen zu stellen. Schreib sie vorher auf. Der Arzt hat Zeit fur dich eingeplant. Stell die Fragen, die dir auf der Seele brennen, auch wenn sie dir banal vorkommen.
Was passiert im Schulalter?
Die Grundimmunisierung ist mit etwa 2 Jahren durch. Aber danach geht es weiter. Im Volksschulalter (6 bis 7 Jahre) stehen Auffrischungen an: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio. Im Alter von 12 bis 13 Jahren wird die HPV-Impfung empfohlen. Die schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen. Seit 2014 wird sie fur Buben und Madchen empfohlen.
Wichtig: Die HPV-Impfung ist im Gratis-Programm, aber nur bis zum 21. Geburtstag fur die erste Dosis. Ab Juli 2026 wird das kostenlose Nachholprogramm fur 21- bis 30-Jahrige eingestellt. Wer die Impfung also fur sein Kind will, sollte den Zeitpunkt nicht verpassen.
Insgesamt empfiehlt der Impfplan bis zum 15. Lebensjahr diese Auffrischungen und neuen Impfungen: Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio (6. bis 7. Lebensjahr), HPV (12. bis 13. Lebensjahr), Meningokokken-Impfung und FSME-Auffrischungen. Alle kostenlos.
Was, wenn ich im Ausland geboren bin oder mein Kind im Ausland geimpft wurde?
Gute Frage. In Österreich werden Impfungen normalerweise anerkannt, wenn sie nach internationalen Standards dokumentiert sind. ECDC und WHO haben Impfplane, die weitgehend kompatibel sind. Dein Kinderarzt uberpruft den Impfpass aus dem Herkunftsland und tragt die Daten in den e-Impfpass ein. Fehlende Impfungen werden nachgeholt.
Ist der Impfpass nicht auffindbar, konnen Antikorpertests machen. Das ist aber meist nicht notig. Einfach zum Kinderarzt gehen, Impfpass mitbringen, durchchecken lassen. Fertig.
Impfschaden und Entschadigung
Ein Thema, das oft aufkommt. In Osterreich gibt es das Impfschadengesetz. Wenn es tatsachlich zu einem Impfschaden kommt (also einer gesundheitlichen Schadigung, die uber das ubliche Ausmas einer Impfreaktion hinausgeht), hat der oder die Betroffene Anspruch auf Entschadigung durch die Republik Osterreich. Die Voraussetzungen sind streng, und die Fallzahlen sind extrem niedrig. Aber das Gesetz existiert. Es ist ein sozialstaatliches Sicherheitsnetz fur die extrem seltenen Falle, die kein Arzt vorhersagen kann.
Mehr Informationen beim Sozialministerium.
Checkliste: Impfungen fur dein Baby
Zum Mitnehmen. Einfach abhaken:
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Termin am Vormittag, wenn dein Baby ausgeschlafen und gut gelaunt ist. Stillen oder Fläschchen geben wahrend oder nach dem Piks hilft beim Beruhigen. Beißring oder Schnuller bereithalten als Ablenkung. Leichte Kleidung, damit der Arzt schnell an den Oberschenkel kommt (Babys werden am Oberschenkel geimpft, nicht am Oberarm). Impftermine im Kalender blocken und Erinnerung stellen. Die Abstände sind kurz, und man vergisst sie schnell. Impfpass nicht vergessen. Klingt banal, aber genau das passiert beim ersten Mal.Und ganz wichtig: Ruhe bewahren. Babys spüren, wenn die Eltern nervös sind. Bist du entspannt, ist das Baby entspannter.
Mutter-Kind-Pass und Vorsorgeuntersuchungen
Die Impfungen sind eng mit den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen verzahnt. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung (es gibt 6 bis zum 14. Lebensmonat) wird auch der Impfstatus geprüft. Der Arzt kontrolliert, ob dein Kind die fälligen Impfungen hat, und klärt dich auf.
Die Vorsorgeuntersuchungen selbst sind wichtig: Das Baby wird gemessen, gewogen, durchgecheckt. Hüftultraschall, Hörtest, Augenscreening. Alles Dinge, die mit Impfung nichts zu tun haben, aber genauso wichtig sind. Seit Oktober 2026 wird der Mutter-Kind-Pass ubrigens digital. Der Papierpass verschwindet, alle Daten sind im ELGA-System. Gut zu wissen, wenn du demnachst deinen ersten Termin hast.
Nutz die Vorsorgeuntersuchungen, um Fragen zu stellen. Schreib sie vorher auf. Der Arzt hat Zeit fur dich eingeplant. Stell die Fragen, die dir auf der Seele brennen, auch wenn sie dir banal vorkommen.
Was passiert im Schulalter?
Die Grundimmunisierung ist mit etwa 2 Jahren durch. Aber danach geht es weiter. Im Volksschulalter (6 bis 7 Jahre) stehen Auffrischungen an: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio. Im Alter von 12 bis 13 Jahren wird die HPV-Impfung empfohlen. Die schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen. Seit 2014 wird sie fur Buben und Madchen empfohlen.
Wichtig: Die HPV-Impfung ist im Gratis-Programm, aber nur bis zum 21. Geburtstag fur die erste Dosis. Ab Juli 2026 wird das kostenlose Nachholprogramm fur 21- bis 30-Jahrige eingestellt. Wer die Impfung also fur sein Kind will, sollte den Zeitpunkt nicht verpassen.
Insgesamt empfiehlt der Impfplan bis zum 15. Lebensjahr diese Auffrischungen und neuen Impfungen: Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio (6. bis 7. Lebensjahr), HPV (12. bis 13. Lebensjahr), Meningokokken-Impfung und FSME-Auffrischungen. Alle kostenlos.
Was, wenn ich im Ausland geboren bin oder mein Kind im Ausland geimpft wurde?
Gute Frage. In Österreich werden Impfungen normalerweise anerkannt, wenn sie nach internationalen Standards dokumentiert sind. ECDC und WHO haben Impfplane, die weitgehend kompatibel sind. Dein Kinderarzt uberpruft den Impfpass aus dem Herkunftsland und tragt die Daten in den e-Impfpass ein. Fehlende Impfungen werden nachgeholt.
Ist der Impfpass nicht auffindbar, konnen Antikorpertests machen. Das ist aber meist nicht notig. Einfach zum Kinderarzt gehen, Impfpass mitbringen, durchchecken lassen. Fertig.
Impfschaden und Entschadigung
Ein Thema, das oft aufkommt. In Osterreich gibt es das Impfschadengesetz. Wenn es tatsachlich zu einem Impfschaden kommt (also einer gesundheitlichen Schadigung, die uber das ubliche Ausmas einer Impfreaktion hinausgeht), hat der oder die Betroffene Anspruch auf Entschadigung durch die Republik Osterreich. Die Voraussetzungen sind streng, und die Fallzahlen sind extrem niedrig. Aber das Gesetz existiert. Es ist ein sozialstaatliches Sicherheitsnetz fur die extrem seltenen Falle, die kein Arzt vorhersagen kann.
Mehr Informationen beim Sozialministerium.
Checkliste: Impfungen fur dein Baby
Zum Mitnehmen. Einfach abhaken:
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
-
Termin am Vormittag, wenn dein Baby ausgeschlafen und gut gelaunt ist.
Stillen oder Fläschchen geben wahrend oder nach dem Piks hilft beim Beruhigen.
Beißring oder Schnuller bereithalten als Ablenkung.
Leichte Kleidung, damit der Arzt schnell an den Oberschenkel kommt (Babys werden am Oberschenkel geimpft, nicht am Oberarm).
Impftermine im Kalender blocken und Erinnerung stellen. Die Abstände sind kurz, und man vergisst sie schnell.
Impfpass nicht vergessen. Klingt banal, aber genau das passiert beim ersten Mal.
Und ganz wichtig: Ruhe bewahren. Babys spüren, wenn die Eltern nervös sind. Bist du entspannt, ist das Baby entspannter.
Mutter-Kind-Pass und Vorsorgeuntersuchungen
Die Impfungen sind eng mit den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen verzahnt. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung (es gibt 6 bis zum 14. Lebensmonat) wird auch der Impfstatus geprüft. Der Arzt kontrolliert, ob dein Kind die fälligen Impfungen hat, und klärt dich auf.
Die Vorsorgeuntersuchungen selbst sind wichtig: Das Baby wird gemessen, gewogen, durchgecheckt. Hüftultraschall, Hörtest, Augenscreening. Alles Dinge, die mit Impfung nichts zu tun haben, aber genauso wichtig sind. Seit Oktober 2026 wird der Mutter-Kind-Pass ubrigens digital. Der Papierpass verschwindet, alle Daten sind im ELGA-System. Gut zu wissen, wenn du demnachst deinen ersten Termin hast.
Nutz die Vorsorgeuntersuchungen, um Fragen zu stellen. Schreib sie vorher auf. Der Arzt hat Zeit fur dich eingeplant. Stell die Fragen, die dir auf der Seele brennen, auch wenn sie dir banal vorkommen.
Was passiert im Schulalter?
Die Grundimmunisierung ist mit etwa 2 Jahren durch. Aber danach geht es weiter. Im Volksschulalter (6 bis 7 Jahre) stehen Auffrischungen an: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio. Im Alter von 12 bis 13 Jahren wird die HPV-Impfung empfohlen. Die schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen. Seit 2014 wird sie fur Buben und Madchen empfohlen.
Wichtig: Die HPV-Impfung ist im Gratis-Programm, aber nur bis zum 21. Geburtstag fur die erste Dosis. Ab Juli 2026 wird das kostenlose Nachholprogramm fur 21- bis 30-Jahrige eingestellt. Wer die Impfung also fur sein Kind will, sollte den Zeitpunkt nicht verpassen.
Insgesamt empfiehlt der Impfplan bis zum 15. Lebensjahr diese Auffrischungen und neuen Impfungen: Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio (6. bis 7. Lebensjahr), HPV (12. bis 13. Lebensjahr), Meningokokken-Impfung und FSME-Auffrischungen. Alle kostenlos.
Was, wenn ich im Ausland geboren bin oder mein Kind im Ausland geimpft wurde?
Gute Frage. In Österreich werden Impfungen normalerweise anerkannt, wenn sie nach internationalen Standards dokumentiert sind. ECDC und WHO haben Impfplane, die weitgehend kompatibel sind. Dein Kinderarzt uberpruft den Impfpass aus dem Herkunftsland und tragt die Daten in den e-Impfpass ein. Fehlende Impfungen werden nachgeholt.
Ist der Impfpass nicht auffindbar, konnen Antikorpertests machen. Das ist aber meist nicht notig. Einfach zum Kinderarzt gehen, Impfpass mitbringen, durchchecken lassen. Fertig.
Impfschaden und Entschadigung
Ein Thema, das oft aufkommt. In Osterreich gibt es das Impfschadengesetz. Wenn es tatsachlich zu einem Impfschaden kommt (also einer gesundheitlichen Schadigung, die uber das ubliche Ausmas einer Impfreaktion hinausgeht), hat der oder die Betroffene Anspruch auf Entschadigung durch die Republik Osterreich. Die Voraussetzungen sind streng, und die Fallzahlen sind extrem niedrig. Aber das Gesetz existiert. Es ist ein sozialstaatliches Sicherheitsnetz fur die extrem seltenen Falle, die kein Arzt vorhersagen kann.
Mehr Informationen beim Sozialministerium.
Checkliste: Impfungen fur dein Baby
Zum Mitnehmen. Einfach abhaken:
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
-
Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
-
Termin am Vormittag, wenn dein Baby ausgeschlafen und gut gelaunt ist.
Stillen oder Fläschchen geben wahrend oder nach dem Piks hilft beim Beruhigen.
Beißring oder Schnuller bereithalten als Ablenkung.
Leichte Kleidung, damit der Arzt schnell an den Oberschenkel kommt (Babys werden am Oberschenkel geimpft, nicht am Oberarm).
Impftermine im Kalender blocken und Erinnerung stellen. Die Abstände sind kurz, und man vergisst sie schnell.
Impfpass nicht vergessen. Klingt banal, aber genau das passiert beim ersten Mal.
Und ganz wichtig: Ruhe bewahren. Babys spüren, wenn die Eltern nervös sind. Bist du entspannt, ist das Baby entspannter.
Mutter-Kind-Pass und Vorsorgeuntersuchungen
Die Impfungen sind eng mit den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen verzahnt. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung (es gibt 6 bis zum 14. Lebensmonat) wird auch der Impfstatus geprüft. Der Arzt kontrolliert, ob dein Kind die fälligen Impfungen hat, und klärt dich auf.
Die Vorsorgeuntersuchungen selbst sind wichtig: Das Baby wird gemessen, gewogen, durchgecheckt. Hüftultraschall, Hörtest, Augenscreening. Alles Dinge, die mit Impfung nichts zu tun haben, aber genauso wichtig sind. Seit Oktober 2026 wird der Mutter-Kind-Pass ubrigens digital. Der Papierpass verschwindet, alle Daten sind im ELGA-System. Gut zu wissen, wenn du demnachst deinen ersten Termin hast.
Nutz die Vorsorgeuntersuchungen, um Fragen zu stellen. Schreib sie vorher auf. Der Arzt hat Zeit fur dich eingeplant. Stell die Fragen, die dir auf der Seele brennen, auch wenn sie dir banal vorkommen.
Was passiert im Schulalter?
Die Grundimmunisierung ist mit etwa 2 Jahren durch. Aber danach geht es weiter. Im Volksschulalter (6 bis 7 Jahre) stehen Auffrischungen an: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio. Im Alter von 12 bis 13 Jahren wird die HPV-Impfung empfohlen. Die schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen. Seit 2014 wird sie fur Buben und Madchen empfohlen.
Wichtig: Die HPV-Impfung ist im Gratis-Programm, aber nur bis zum 21. Geburtstag fur die erste Dosis. Ab Juli 2026 wird das kostenlose Nachholprogramm fur 21- bis 30-Jahrige eingestellt. Wer die Impfung also fur sein Kind will, sollte den Zeitpunkt nicht verpassen.
Insgesamt empfiehlt der Impfplan bis zum 15. Lebensjahr diese Auffrischungen und neuen Impfungen: Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio (6. bis 7. Lebensjahr), HPV (12. bis 13. Lebensjahr), Meningokokken-Impfung und FSME-Auffrischungen. Alle kostenlos.
Was, wenn ich im Ausland geboren bin oder mein Kind im Ausland geimpft wurde?
Gute Frage. In Österreich werden Impfungen normalerweise anerkannt, wenn sie nach internationalen Standards dokumentiert sind. ECDC und WHO haben Impfplane, die weitgehend kompatibel sind. Dein Kinderarzt uberpruft den Impfpass aus dem Herkunftsland und tragt die Daten in den e-Impfpass ein. Fehlende Impfungen werden nachgeholt.
Ist der Impfpass nicht auffindbar, konnen Antikorpertests machen. Das ist aber meist nicht notig. Einfach zum Kinderarzt gehen, Impfpass mitbringen, durchchecken lassen. Fertig.
Impfschaden und Entschadigung
Ein Thema, das oft aufkommt. In Osterreich gibt es das Impfschadengesetz. Wenn es tatsachlich zu einem Impfschaden kommt (also einer gesundheitlichen Schadigung, die uber das ubliche Ausmas einer Impfreaktion hinausgeht), hat der oder die Betroffene Anspruch auf Entschadigung durch die Republik Osterreich. Die Voraussetzungen sind streng, und die Fallzahlen sind extrem niedrig. Aber das Gesetz existiert. Es ist ein sozialstaatliches Sicherheitsnetz fur die extrem seltenen Falle, die kein Arzt vorhersagen kann.
Mehr Informationen beim Sozialministerium.
Checkliste: Impfungen fur dein Baby
Zum Mitnehmen. Einfach abhaken:
-
Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
-
impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
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Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.
Impfungen für Babys & Kinder in Österreich – Was Väter wissen müssen (2026)
An Tag 1 nach der Geburt kommt die erste Impf-Empfehlung. Du hast keine Ahnung, was „6-fach-Impfung“ bedeutet, dein Schwiegervater erzählt was von „ich bin doch auch nicht geimpft“ und Google spuckt dir 500 Seiten voller Panikmache aus. Willkommen in der Impf-Entscheidungs-Hölle.
Ich kenn das. Mein Sohn ist drei Monate alt, und plötzlich soll ich wissen, ob mein Baby eine Schluckimpfung gegen Rotaviren braucht, was diese MMR-Abkürzung bedeutet und ob man die 6-fach-Impfung wirklich gleichzeitig mit den Pneumokokken geben kann. Die Antwort vorab: Ja, kann man. Und zwar genau so, wie es der Impfplan vorsieht.
Dieser Guide macht Schluss mit dem Chaos. Du bekommst den kompletten österreichischen Impfkalender 2026 für Babys von 0 bis 24 Monaten, eine Erklärung jeder Impfung und Antworten auf die 8 häufigsten Fragen, die Eltern im Netz beschäftigen. Alles sachlich, faktenbasiert, ohne Panikmache.
Wenn du dich fragst: Braucht mein Baby wirklich alle diese Impfungen? Sind die gefährlich? Kann ich nicht einfach abwarten? Dann lies weiter. Nach diesem Guide verstehst du, warum, wann und wogegen dein Kind geimpft wird. Und du kannst eine informierte Entscheidung treffen, mit der du ruhig schlafen kannst.
Warum Impfungen gerade bei Babys so wichtig sind
Das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch unreif. In den ersten Lebensmonaten schützen mütterliche Antikörper, die das Baby über die Plazenta und später über die Muttermilch bekommt. Dieser Nestschutz lässt aber nach ein paar Wochen nach. Gleichzeitig ist genau diese Phase die gefährlichste für bestimmte Infektionen.
Keuchhusten ist das beste Beispiel. Ein Neugeborenes, das Keuchhusten bekommt, hustet nicht wie ein Erwachsener. Es hört auf zu atmen. Die Hustenanfälle führen zu Atemstillständen, Sauerstoffmangel im Gehirn und im schlimmsten Fall zum Tod. In Österreich landen jedes Jahr Säuglinge mit Keuchhusten auf der Intensivstation. Das ist kein „früher war das halt so“. Das ist heute. Das passiert jetzt.
Rotaviren lösen bei Babys so starke Durchfälle aus, dass sie dehydrieren und intravenös Flüssigkeit brauchen. Pneumokokken können bei Kindern unter 2 Jahren eine Hirnhautentzündung verursachen. Masern enden bei 1 von 1.000 Erkrankten tödlich. Alles seltene Fälle dank Impfung. Aber die Erreger sind nicht weg. Sie warten nur darauf, dass die Impfraten sinken.
Klingt düster? Ist es auch. Gut, dass es eine Lösung gibt.
Der österreichische Impfplan 2026 im Überblick
Das kostenlose Kinderimpfprogramm
Seit 2024 läuft das neue kostenlose Kinderimpfprogramm. Bund, Länder und Sozialversicherung teilen sich die Kosten. Dein Kind bekommt alle im Nationalen Impfplan empfohlenen Impfungen bis zum 15. Lebensjahr gratis. Kein Selbstbehalt, keine Rechnung zum Einreichen. Einfach hingehen und impfen lassen. Das gilt auch für Kinder, die nicht krankenversichert sind.
Die Umsetzung variiert etwas zwischen den Bundesländern. In Wien läufts über den Wiener Impfservice und niedergelassene Kinderärzte. In Salzburg gibt es seit Jänner 2026 das digitale SALDIS-System, bei dem die Impfstoffe direkt in den Ordinationen lagern statt in den Apotheken. In den anderen Bundesländern funktionierts ähnlich. Dein Kinderarzt oder deine Bezirksverwaltungsbehörde weiß Bescheid.
Wichtig: Die Impfungen sind „empfohlen“, nicht verpflichtend. Anders als in Italien oder Frankreich entscheiden die Eltern in Österreich selbst. Das bringt Verantwortung. Und genau darum geht es in diesem Guide.
Der Impfkalender 2026 für Babys (0 bis 24 Monate)
Hier ist der komplette Fahrplan für die ersten zwei Lebensjahre. Die Zeitangaben sind Spielräume. Wenn dein Kind mal krank war oder du später dran bist, ist das kein Drama. Versäumte Impfungen werden nachgeholt, nicht neu gestartet.
Geburt bis 4. Lebenswoche: Vitamin K (keine Impfung, sondern Prophylaxe gegen Hirnblutungen) und die erste Hepatitis-B-Impfung, die mancherorts direkt im Krankenhaus gegeben wird.
Ab der vollendeten 6. Lebenswoche (spätestens 3. Monat): Hier gehts richtig los. Die erste Dosis der 6-fach-Impfung (Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio, Hib, Hepatitis B), die erste Pneumokokken-Impfung und die erste Rotavirus-Schluckimpfung. Ja, das klingt nach viel. Nein, das Immunsystem deines Babys kommt damit problemlos klar (dazu später mehr).
Mit etwa 5 Monaten (2 Monate nach der ersten Dosis): Die zweite Runde. Wieder 6-fach, wieder Pneumokokken, wieder Rotavirus als Schluckimpfung. Der Mindestabstand zur ersten Dosis beträgt vier Wochen.
Mit etwa 7 Monaten: Je nach verwendetem Impfstoff gibt es bei Rotavirus eine dritte Dosis als Schluckimpfung. Die Impfserie muss spätestens mit 24 Wochen (bei Zweifach-Schema) bzw. 32 Wochen (bei Dreifach-Schema) abgeschlossen sein.
Mit 10 bis 14 Monaten: Die dritte Dosis der 6-fach-Impfung und die dritte Pneumokokken-Impfung. Jetzt kommt auch die erste MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) dazu, plus die erste Varizellen-Impfung (Windpocken).
Mit 15 bis 23 Monaten: Die zweite MMR-Impfung und die zweite Varizellen-Impfung. Damit ist die Grundimmunisierung fürs Kleinkindalter erstmal durch. Danach kommen im Schulalter die Auffrischungen.
Wichtige Neuerung 2026: Seit 1. Februar 2026 werden für Neubeginn der Grundimmunisierung neue Impfstoffe verwendet. Bei der 6-fach-Impfung ersetzt Hexyon den bisherigen Impfstoff Infanrix Hexa. Bei Rotaviren wird jetzt RotaTeq statt Rotarix eingesetzt. Wenn dein Kind bereits mit dem alten Impfstoff begonnen hat, wird die Serie mit demselben abgeschlossen. Das ist kein Grund zur Sorge. Das sind normale Beschaffungs- und Ausschreibungsprozesse der öffentlichen Hand.
RSV-Prophylaxe für Neugeborene
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) war lange ein Problem ohne einfache Lösung. Babys können daran richtig schwer erkranken. Jede Herbst-Winter-Saison füllen sich die Kinderstationen mit RSV-Fällen. Seit Herbst 2024 gibt es Nirsevimab (Handelsname Beyfortus), eine passive Immunisierung, und die ist jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
So funktionierts: Babys, die zwischen Oktober und März geboren werden, bekommen Nirsevimab noch im Krankenhaus, idealerweise vor der Entlassung. Babys, die zwischen April und September geboren werden, kriegen die Immunisierung vor der ersten RSV-Saison im Herbst. Eine einzige Spritze schützt für mindestens sechs Monate. Kein Booster nötig.
Das ist besonders wichtig für Frühgeburten und Risikokinder, aber der Impfplan empfiehlt es für alle Neugeborenen. Sprich mit deinem Kinderarzt oder der Geburtenstation. Die haben den Ablauf im Griff. Details gibt es auf impfen.gv.at.
Wo lässt man impfen?
Mehrere Optionen:
- Kinderarzt oder Hausarzt: Der Klassiker. Der Arzt hat die Impfstoffe meist vor Ort oder bestellt sie. Termin und Aufklärung in einem.
- Bezirksverwaltungsbehörde (BH / Magistrat): In vielen Bezirken werden Impfungen zu bestimmten Zeiten angeboten, komplett kostenlos und oft ohne Termin. Einfach anrufen und die nächsten Impftermine erfragen.
- Wiener Impfservice: In Wien zentral organisiert. Alle Infos auf impfservice.wien.
- Apotheken: Einige Impfungen (wie Grippe) sind in Apotheken möglich. Die Grundimmunisierung für Babys machen aber Ärzte.
Die Impfungen im Detail
Diese sechs Impfungen machen den Großteil des Baby-Impfplans aus. Hier ist, was jede einzelne bringt.
Die 6-fach-Impfung (DTaP-IPV-Hib-HBV)
Die 6-fach-Impfung ist das Arbeitstier unter den Baby-Impfungen. Ein Piks, sechs Krankheiten abgedeckt. Seit Februar 2026 wird der Impfstoff Hexyon verwendet. Drei Dosen insgesamt (mit 3, 5 und 11 bis 14 Monaten).
So siehts im Einzelnen aus:
- Diphtherie: Bakterielle Infektion der Atemwege. Früher eine der gefährlichsten Kinderkrankheiten, heute durch Impfung extrem selten in Österreich. Aber der Erreger existiert noch. Wer nicht geimpft ist, kann sich infizieren. Details auf gesundheit.gv.at.
- Tetanus (Wundstarrkrampf): Die Bakterien leben im Erdreich. Ein Kratzer beim Spielen, und dein Kind kann sich anstecken, wenn es nicht geimpft ist. Tetanus ist extrem schmerzhaft und endet ohne Behandlung tödlich. Die Impfung ist extrem wirksam, muss aber alle 10 Jahre aufgefrischt werden.
- Keuchhusten (Pertussis): Der Grund, warum die erste Impfung so früh kommt. Keuchhusten ist für Neugeborene lebensbedrohlich. Die Hustenanfälle führen zu Atemstillstand. Darum ist auch die Auffrischung für Eltern so wichtig (dazu unten mehr).
- Polio (Kinderlähmung): Dank Impfung in Österreich ausgerottet. Aber Polio ist weltweit noch aktiv, in Afghanistan, Pakistan und Teilen Afrikas. Solange das so ist, besteht die Gefahr der Wiedereinschleppung.
- Hib (Haemophilus influenzae Typ b): Ein Bakterium, das bei Kleinkindern Hirnhautentzündung auslösen kann. Vor der Impfung war Hib der häufigste Grund für bakterielle Meningitis bei Kindern unter 5 Jahren. Seit der Impfung nahezu verschwunden.
- Hepatitis B: Viruserkrankung der Leber, die chronisch werden kann. Übertragung über Körperflüssigkeiten, auch von der Mutter aufs Kind bei der Geburt.
Pneumokokken
Pneumokokken sind Bakterien, die Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Hirnhautentzündungen auslösen. Besonders gefährlich für Kinder unter 2 Jahren. Seit der Impfung im Programm sind schwere Pneumokokken-Erkrankungen bei Kindern um über 90 Prozent zurückgegangen. Die Impfung erfolgt im 2+1-Schema: zwei Dosen im ersten Lebensjahr (mit 3 und 5 Monaten), eine Auffrischung nach dem ersten Geburtstag. Mehr auf gesundheit.gv.at.
Rotavirus (Schluckimpfung)
Rotaviren lösen schwere Durchfallerkrankungen aus. Für Babys gefährlich, weil sie durch den Flüssigkeitsverlust schnell dehydrieren. Jedes Jahr landen in Österreich hunderte Babys mit Rotavirus-Infektionen im Krankenhaus.
Der Clou: Die Rotavirus-Impfung ist eine Schluckimpfung. Kein Piks. Dein Baby kriegt einfach ein bisschen Flüssigkeit in den Mund. Die erste Dosis ab der 7. Lebenswoche. Je nach Impfstoff 2 oder 3 Dosen insgesamt. Seit Februar 2026 wird RotaTeq verwendet. Alle Infos auf gesundheit.gv.at.
MMR + Varizellen
Die MMR-Impfung schützt gegen Masern, Mumps und Röteln, die Varizellen-Impfung gegen Windpocken.
Masern: Extrem ansteckend. Ein Masern-Patient steckt im Schnitt 15 bis 20 weitere Personen an. Die Komplikationen sind gefürchtet: Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und in seltenen Fällen eine tödliche Hirnentzündung (SSPE). Die erste MMR-Impfung gibt es ab dem 11. Lebensmonat, die zweite frühestens 4 Wochen später. Zwei Dosen sind für den vollständigen Schutz nötig. Österreich hatte in den letzten Jahren immer wieder Masern-Ausbrüche, weil die Impfraten nicht hoch genug waren.
Mumps: Schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Bei älteren Jungen kann Mumps in seltenen Fällen zu Unfruchtbarkeit führen. Seit der Impfung selten geworden.
Röteln: Bei Kindern meist harmlos. Die Gefahr: Eine Röteln-Infektion in der Schwangerschaft schädigt das Ungeborene schwer (Herzfehler, Taubheit, Katarakt). Deshalb werden alle Babys geimpft, Mädchen und Buben, um die Zirkulation zu stoppen.
Varizellen (Windpocken): Juckende Bläschen, meist harmlos. Aber Komplikationen wie bakterielle Superinfektionen oder Hirnhautentzündungen sind möglich. Die Impfung gibt es seit 2008 in Österreich. Seither sind schwere Verläufe drastisch zurückgegangen.
Meningokokken B und C
Meningokokken sind Bakterien, die innerhalb weniger Stunden eine Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung auslösen können. Selten, aber wenn es trifft, ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. 10 Prozent der Fälle enden tödlich. 20 Prozent der Uberlebenden behalten bleibende Schäden.
Meningokokken C: Empfohlen und im kostenlosen Programm. Meist eine Dosis ab dem 2. Lebensjahr.
Meningokokken B: Die Impfung ist empfohlen, aber nicht im Gratis-Programm. Du zahlst privat, etwa 150 bis 200 Euro für die Grundimmunisierung (2 bis 3 Dosen). Der Impfplan empfiehlt sie, die Finanzierung ist aber noch nicht geklärt. Sprich mit deinem Kinderarzt. Bei Reisen oder Ausbrüchen in der Region kann die Entscheidung anders ausfallen. Mehr Details auf gesundheit.gv.at.
Influenza (Grippe) und FSME
Die Grippe-Impfung wird jährlich empfohlen und ist ab dem 6. Lebensmonat möglich. Sie ist im Gratis-Programm enthalten. Viele Eltern vergessen sie, dabei ist die echte Grippe für Babys gefährlich.
Die FSME-Impfung (Zecken, Hirnhautentzündung) wird in Risikogebieten empfohlen. Ganz Österreich ist Risikogebiet, aber besonders Oberösterreich, Niederösterreich und das Burgenland. Die Impfung ist ab dem 12. Lebensmonat möglich. In Oberösterreich ist sie im Gratis-Programm. Andernorts musst du sie selbst zahlen.
Die 8 häufigsten Elternfragen
Kein Vater stellt sich nicht irgendwann diese Fragen. Hier sind die Antworten.
1. „Sind so viele Impfungen auf einmal nicht zu viel?“
Die Frage kommt immer. Die Antwort der Immunologie: Das kindliche Immunsystem kann theoretisch 10.000 verschiedene Antigene gleichzeitig verarbeiten. Die 6-fach-Impfung enthält genau 6. Dazu kommen 2 bis 3 weitere Impfungen am selben Termin. Dein Baby begegnet täglich tausenden Keimen in der Luft, auf deiner Haut, in seinem Mund. Der Piks beim Arzt ist ein Witz dagegen.
Studien mit zehntausenden Kindern zeigen: Kombinationsimpfungen sind sicher und belasten das Immunsystem nicht mehr als Einzelimpfungen. Der Vorteil: weniger Termine, weniger Pikse, weniger Stress für alle.
2. „Welche Nebenwirkungen sind normal?“
Die meisten Babys reagieren mit einer lokalen Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle. Manche bekommen leichtes Fieber, sind einen Tag quengelig. Das ist normal und klingt nach 1 bis 2 Tagen ab.
Seltenere Reaktionen: Fieberkrämpfe treten bei etwa 1 von 1.000 geimpften Kindern auf. Klingt beängstigend, verläuft aber meist folgenlos. Das Risiko eines Fieberkrampfes bei einer richtigen Masern-Erkrankung ist 10- bis 20-mal höher.
Sehr selten: Echte allergische Reaktionen auf Impfstoffbestandteile (weniger als 1:1.000.000). Dein Kinderarzt hat für diesen Fall alles Nötige da.
Tipp: Frag deinen Arzt, ob du fiebersenkende Zäpfchen geben sollst. Die Regel ist: nicht vorbeugend, sondern erst wenn Fieber auftritt. Mehr auf impfen.gv.at.
3. „Kann mein Baby geimpft werden, wenn es Schnupfen hat?“
Ja. Leichte Infekte ohne Fieber sind kein Grund, einen Impftermin zu verschieben. Babys sind im ersten Lebensjahr gefühlt dauernd verschnupft. Sonst würdest du nie zum Impfen kommen.
Anders bei Fieber über 38,5 Grad. Da wird der Termin verschoben, bis das Fieber weg ist. Auch bei ernsteren Erkrankungen oder Antibiotika-Einnahme vorher den Arzt fragen. Der klassische Baby-Schnupfen ist kein Hindernis.
4. „Was ist mit dem Impfabstand?“
Die Abstände zwischen den Dosen sind wissenschaftlich optimiert. Der Mindestabstand von vier Wochen ist einzuhalten. Nach oben gibt es keine Obergrenze. Wenn du den zweiten Termin verpasst hast: einfach nachholen, weitermachen, nicht neu starten.
Dein Kinderarzt hat den optimalen Rhythmus im Überblick. Lass dir beim nächsten Termin gleich die nächsten drei Impftermine aufschreiben.
5. „Was, wenn ich mir nicht sicher bin?“
Dann redest du mit einem Arzt. Nicht mit Internetforen, nicht mit dem Nachbarn, nicht mit Facebook-Gruppen. Dein Kinderarzt hat die aktuelle Studienlage im Kopf und kennt dein Kind.
Gute neutrale Quellen: impfen.gv.at (Bundesministerium), gesundheit.gv.at, die Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom Sozialministerium. Und wenn du eine zweite Meinung willst: Nimm sie dir. Das ist dein gutes Recht.
6. „Gibt es einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus?“
Kurze Antwort: Nein. Lange Antwort: Absolut nein.
Der Mythos geht auf eine einzige Studie zurück, die 1998 im Lancet veröffentlicht wurde. Der Autor Andrew Wakefield behauptete einen Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und Autismus. Die Studie wurde 2010 zurückgezogen. Wakefield verlor seine Approbation. Es stellte sich heraus, dass er die Daten gefälscht und ein Patent auf einen eigenen Impfstoff hatte.
Seither wurden über 20 Großstudien mit Millionen von Kindern durchgeführt, in Dänemark, Schweden, Japan, den USA, Großbritannien. Ergebnis: Keinerlei Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus. Das bestätigen die WHO, das Robert-Koch-Institut, die Österreichische Ärztekammer, das Nationale Impfgremium. Jede relevante Gesundheitsorganisation der Welt.
7. „Lohnt sich die Meningokokken B-Impfung privat?“
150 bis 200 Euro für die Grundimmunisierung (2 bis 3 Dosen). Die Erkrankung ist selten, aber schwer. Das Nationale Impfgremium empfiehlt die Impfung. Die Finanzierung ist nur noch nicht im Gratis-Programm angekommen.
Frag deinen Kinderarzt. In Regionen mit bekannten Ausbrüchen kann die Impfung besonders sinnvoll sein. Bei Säuglingen sind Meningokokken B-Infektionen zwar selten, aber wenn sie auftreten, dann heftig.
8. „Braucht die ganze Familie Impfungen?“
Ja. Das Baby ist das verletzlichste Familienmitglied, aber es lebt nicht im sterilen Raum.
- Keuchhusten: Die Auffrischung für Erwachsene ist dringend empfohlen. Viele Erwachsene haben keinen Pertussis-Schutz mehr. Du steckst das Baby an, weil du „nur einen hartnäckigen Husten“ hast. Für dein Kind kann das lebensbedrohlich sein. Die Auffrischung gibt es in Kombination mit Tetanus und Diphtherie.
- Masern: Wer nach 1970 geboren ist, hat oft nur eine Impfung oder gar keinen Schutz. Check deinen Impfpass. Zwei Impfungen gegen Masern sind nötig.
- Grippe: Jährlich. Dein Baby kann in den ersten sechs Monaten selbst nicht gegen Grippe geimpft werden. Bester Schutz: Alle im Haushalt lassen sich impfen.
- Tetanus: Alle 10 Jahre auffrischen. Wird meist mit Keuchhusten kombiniert, zwei Fliegen mit einer Klappe.
Stillen und Impfen
Muttermilch enthält Antikörper, die dein Baby in den ersten Monaten passiv schützen. Das ist großartig, aber kein Impf-Ersatz. Der passive Schutz reicht nicht aus, um dein Kind vor Keuchhusten, Masern oder Pneumokokken zu bewahren. Die aktive Immunisierung durch Impfung ist trotz Stillens nötig. Beide zusammen sind der beste Schutz für die erste Lebenszeit.
Impfmythen entkräftet Was wirklich stimmt
Im Internet kursiert viel Unsinn über Impfungen. Hier die drei hartnäckigsten Mythen und die Fakten dazu.
Mythos 1: Früher hatten wir diese Krankheiten auch und es war nicht schlimm.
Stimmt nicht. Früher sind Kinder an Keuchhusten, Masern und Diphtherie gestorben. Massenhaft. Vor der Impfung gab es in Österreich jährlich hunderte Keuchhusten-Fälle mit Todesfolge bei Säuglingen. Masern endeten bei 1 von 1.000 Erkrankten tödlich. Polio hat tausende Kinder lebenslang gelähmt. Dass heute niemand mehr Brombeerblätter-Tee gegen Keuchhusten braucht, liegt an der Impfung. Nicht an besserer Hygiene oder stärkeren Kindern.
Mythos 2: Naturheilkunde und Homöopathie können Impfungen ersetzen.
Nein, können sie nicht. Kein natürliches Mittel baut spezifische Antikörper gegen Keuchhusten-Bakterien oder Masern-Viren auf. Homöopathische Globuli enthalten keine wirksamen Bestandteile gegen Infektionskrankheiten. Die Österreichische Ärztekammer und das Nationale Impfgremium sind hier eindeutig. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass alternative Methoden Impfungen ersetzen können. Wer sein Kind nicht impft, schützt es auch nicht mit Globuli. Punkt.
Mythos 3: Durchimpfung macht die Krankheiten überflüssig, also muss ich nicht impfen.
Logischer Fehler. Wenn alle impfen, sind die Geimpften geschutzt. Sinkt die Impfrate, brechen die Krankheiten wieder aus. Masern-Ausbrüche in Österreich in den letzten Jahren zeigen das genau. Immer dort, wo die Impfrate unter 95 Prozent fällt, kommt es zu Ausbrüchen. Das ist kein theoretisches Modell. Das passiert real. Wer sein Kind nicht impft, verlässt sich auf den Schutz der anderen. Wenn das alle machen, haben am Ende gar keinen Schutz mehr.
Tipps für den Impftermin Routinen die helfen
Der erste Impftermin kann stressig sein. Ein paar Dinge, die helfen:
-
Termin am Vormittag, wenn dein Baby ausgeschlafen und gut gelaunt ist.
Stillen oder Fläschchen geben wahrend oder nach dem Piks hilft beim Beruhigen.
Beißring oder Schnuller bereithalten als Ablenkung.
Leichte Kleidung, damit der Arzt schnell an den Oberschenkel kommt (Babys werden am Oberschenkel geimpft, nicht am Oberarm).
Impftermine im Kalender blocken und Erinnerung stellen. Die Abstände sind kurz, und man vergisst sie schnell.
Impfpass nicht vergessen. Klingt banal, aber genau das passiert beim ersten Mal.
Und ganz wichtig: Ruhe bewahren. Babys spüren, wenn die Eltern nervös sind. Bist du entspannt, ist das Baby entspannter.
Mutter-Kind-Pass und Vorsorgeuntersuchungen
Die Impfungen sind eng mit den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen verzahnt. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung (es gibt 6 bis zum 14. Lebensmonat) wird auch der Impfstatus geprüft. Der Arzt kontrolliert, ob dein Kind die fälligen Impfungen hat, und klärt dich auf.
Die Vorsorgeuntersuchungen selbst sind wichtig: Das Baby wird gemessen, gewogen, durchgecheckt. Hüftultraschall, Hörtest, Augenscreening. Alles Dinge, die mit Impfung nichts zu tun haben, aber genauso wichtig sind. Seit Oktober 2026 wird der Mutter-Kind-Pass ubrigens digital. Der Papierpass verschwindet, alle Daten sind im ELGA-System. Gut zu wissen, wenn du demnachst deinen ersten Termin hast.
Nutz die Vorsorgeuntersuchungen, um Fragen zu stellen. Schreib sie vorher auf. Der Arzt hat Zeit fur dich eingeplant. Stell die Fragen, die dir auf der Seele brennen, auch wenn sie dir banal vorkommen.
Was passiert im Schulalter?
Die Grundimmunisierung ist mit etwa 2 Jahren durch. Aber danach geht es weiter. Im Volksschulalter (6 bis 7 Jahre) stehen Auffrischungen an: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio. Im Alter von 12 bis 13 Jahren wird die HPV-Impfung empfohlen. Die schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen. Seit 2014 wird sie fur Buben und Madchen empfohlen.
Wichtig: Die HPV-Impfung ist im Gratis-Programm, aber nur bis zum 21. Geburtstag fur die erste Dosis. Ab Juli 2026 wird das kostenlose Nachholprogramm fur 21- bis 30-Jahrige eingestellt. Wer die Impfung also fur sein Kind will, sollte den Zeitpunkt nicht verpassen.
Insgesamt empfiehlt der Impfplan bis zum 15. Lebensjahr diese Auffrischungen und neuen Impfungen: Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio (6. bis 7. Lebensjahr), HPV (12. bis 13. Lebensjahr), Meningokokken-Impfung und FSME-Auffrischungen. Alle kostenlos.
Was, wenn ich im Ausland geboren bin oder mein Kind im Ausland geimpft wurde?
Gute Frage. In Österreich werden Impfungen normalerweise anerkannt, wenn sie nach internationalen Standards dokumentiert sind. ECDC und WHO haben Impfplane, die weitgehend kompatibel sind. Dein Kinderarzt uberpruft den Impfpass aus dem Herkunftsland und tragt die Daten in den e-Impfpass ein. Fehlende Impfungen werden nachgeholt.
Ist der Impfpass nicht auffindbar, konnen Antikorpertests machen. Das ist aber meist nicht notig. Einfach zum Kinderarzt gehen, Impfpass mitbringen, durchchecken lassen. Fertig.
Impfschaden und Entschadigung
Ein Thema, das oft aufkommt. In Osterreich gibt es das Impfschadengesetz. Wenn es tatsachlich zu einem Impfschaden kommt (also einer gesundheitlichen Schadigung, die uber das ubliche Ausmas einer Impfreaktion hinausgeht), hat der oder die Betroffene Anspruch auf Entschadigung durch die Republik Osterreich. Die Voraussetzungen sind streng, und die Fallzahlen sind extrem niedrig. Aber das Gesetz existiert. Es ist ein sozialstaatliches Sicherheitsnetz fur die extrem seltenen Falle, die kein Arzt vorhersagen kann.
Mehr Informationen beim Sozialministerium.
Checkliste: Impfungen fur dein Baby
Zum Mitnehmen. Einfach abhaken:
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Ersten Kinderarzttermin vor der Geburt oder in der ersten Woche vereinbaren.
Impfpass beim ersten Termin bereits dabei haben (gibts beim Mutter-Kind-Pass).
Erste Impfung ab der 6. Lebenswoche: 6-fach + Pneumokokken + Rotavirus.
Zweite Impfung mit 5 Monaten: 6-fach (2) + Pneumokokken (2) + Rotavirus (2).
Dritte Impfung mit 7 Monaten: Rotavirus (3, falls notig).
RSV-Prophylaxe klaren: Fur Babys ab Oktober bis Marz im Krankenhaus. Fur andere vor der RSV-Saison.
Mit 11 bis 14 Monaten: 6-fach (3) + Pneumokokken (3) + MMR (1) + Varizellen (1).
Mit 15 bis 23 Monaten: MMR (2) + Varizellen (2).
Eltern-Impffcheck: Keuchhusten-Auffrischung? Tetanus? Grippe?
Speicher dir diesen Guide ab oder druck ihn aus. Dann hast du den Uberblick.
Und was sagt der Impfplan 2026 zu COVID-19?
Kurz: Die COVID-19-Impfung wird in Osterreich kostenfrei angeboten und ist fur Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat moglich. Sie wird in den Impfplan 2025/2026 integriert, aber nicht mehr als Prioritatenprogramm, sondern als empfohlene Impfung fur Risikogruppen und auf Wunsch. Fur die meisten Babys und Kleinkinder ohne Vorerkrankungen steht die Impfung zur Verfugung, muss aber nicht aktiv empfohlen werden. Dein Kinderarzt kann dich beraten, ob sie fur dein Kind sinnvoll ist.
Was kostet was?
Eine der häufigsten Fragen. Die Antwort ist einfach:
-
Kostenlos: 6-fach-Impfung, Pneumokokken, Rotavirus, MMR, Varizellen, Influenza jährlich, RSV-Prophylaxe, Meningokokken C, FSME in Risikogebieten.
Kostenpflichtig (empfohlen): Meningokokken B (150 bis 200 Euro), FSME außerhalb von Risikogebieten.
Genaue Infos zu den Kosten in deinem Bundesland gibt es auf gesundheit.gv.at.
Die wichtigsten Änderungen im Impfplan 2026 auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst:
-
RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab jetzt kostenfrei für alle Neugeborenen.
6-fach-Impfung jetzt ab der vollendeten 6. Lebenswoche empfohlen (vorher ab 3. Monat).
Neue Impfstoffe ab 1. Februar 2026: Hexyon (6-fach) und RotaTeq (Rotavirus).
HPV kostenlos nur noch bis zum 21. Geburtstag (ab Juli 2026).
Salzburg hat auf digitales Impfsystem (SALDIS) umgestellt.
Der e-Impfpass und was du dazu wissen musst
Seit einiger Zeit wird in Osterreich der e-Impfpass eingefuhrt. Impfungen gegen HPV, Influenza, COVID-19, Herpes Zoster und Pneumokokken mussen gesetzlich im e-Impfpass erfasst werden. Fur andere Impfungen ist es empfohlen, aber nicht verpflichtend.
Dein Kinderarzt tragt die Impfungen deines Babys wahrscheinlich automatisch ein. Frag einfach nach, ob die Daten auch im e-Impfpass landen. Der Vorteil: Du verlierst den gelben Impfpass nicht, die Daten sind sicher im ELGA-System. Der Nachteil: Nicht alle Arztpraxen sind gleich gut angebunden.
Praxistipp: Fuhr trotzdem einen papierenen Impfpass. Zwei Systeme sind besser als eines. Und fur Reisen brauchst du ohnehin den gelben Pass. Gerade bei Reisen nach Sudosteuropa oder in Lander mit niedriger Impfrate ist ein sauber gefuhrter Impfpass Gold wert.
Vitamin K und Vitamin D keine Impfung, aber wichtig
Oft im Zusammenhang mit den ersten Impfungen genannt, aber keine Impfung: Die Vitamin-K-Prophylaxe. Allen Neugeborenen wird direkt nach der Geburt Vitamin K gegeben, entweder als Tropfen oder Spritze. Das beugt einer seltenen, aber gefahrlichen Hirnblutung vor (Morbus haemorrhagicus neonatorum). Das hat mit Impfungen nichts zu tun, ist aber Teil der gleichen Vorsorge.
Genauso: Vitamin D. In Osterreich wird allen Babys im ersten Lebensjahr Vitamin D empfohlen, weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Auch das ist keine Impfung, sondern eine einfache Nahrungserganzung. Beides sind Standardmassnahmen, die mit deinem Kinderarzt besprochen werden.
Quellen und weiterführende Informationen
Alle Fakten in diesem Guide sind geprüft und referenzierbar. Hier die wichtigsten Quellen:
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impfen.gv.at Offizielles Impfportal der österreichischen Bundesregierung
gesundheit.gv.at Impfungen A-Z
Sozialministerium Nationales Impfgremium
Wiener Impfservice
Kinderaerzte-im-netz.at Berufsverband der Kinderärzte
WHO Essential Programme on Immunization
Broschüre „Impfen. Informieren. Entscheiden.“ vom BMSGPK (gratis auf sozialministerium.at)
Spezifisch zu einzelnen Impfungen:
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Rotavirus: gesundheit.gv.at Rotavirus
RSV-Prophylaxe: impfen.gv.at RSV
Neuerungen 2026: tara24.at Impfplan 2026
Kostenfreies Kinderimpfprogramm: gesundheit.gv.at
Fazit
Impfen ist eine der wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die wir haben. In Österreich ist das Impfprogramm sicher, kostenlos und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Seit 2024 sind alle empfohlenen Kinderimpfungen gratis. Seit 2025/2026 kommt die RSV-Prophylaxe für Neugeborene dazu. Die Impfstoffe werden regelmäßig aktualisiert und geprüft.
Als Vater hat man plötzlich Verantwortung für Dinge, von denen man vor ein paar Monaten noch nichts wusste. Das ist okay. Man muss kein Medizinstudium absolvieren, um die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss nur wissen, wo man nachschaut und wen man fragt.
Dein Kinderarzt ist dein bester Ansprechpartner. Der Impfplan ist dein Fahrplan. Dieser Guide ist deine Karte. Leg los, informier dich, stell Fragen. Dein Kind zahlt auf dich.
Hast du Fragen zu den Impfungen deines Babys? Schreib sie in die Kommentare. Ich helf dir, die richtigen Fragen beim Kinderarzt zu stellen.